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Die Geier verabschieden die „Zwei vonne Südtribüne“ - und begrüßen „den Obel“

Geierabend-Open-Air

Rund 600 Zuschauer haben am Freitagabend das Geierabend-Ensemble bei seinem Open-Air-Auftritt im „Tante Amanda“ gefeiert. Sie erlebten den historischen letzten Auftritt eines Kult-Duos.

Westerfilde

, 22.07.2018
Die Geier verabschieden die „Zwei vonne Südtribüne“ - und begrüßen „den Obel“

Der letzte Auftritt: Franziska Mense-Moritz und Hans Martin Eichmann gaben ihre Abschiedsvorstellung als die „Zwei vonne Südtribüne“. © Dietmar Bock

„Hinterm Horizont geht´s weiter“, weiß Panikrocker Udo Lindenberg. Und auch nach dem Ausscheiden von Hans Martin Eickmann geht es für den Geierabend weiter.

So passt es, wenn Geier-Rentner Eickmann und Jung-Geier „Der Obel“ im ausverkauften Biergarten des Restaurants „Tante Amanda“ in Westerfilde den Lindenberg-Hit intonieren. Wie letzten Freitag. Bei der Premiere des „Best of“ der letzten Session mit dem Kohlenbergbau-Abgesang „Bye bye Botrop“.

Eickmann hat Papiertüte mit Fragezeichen überm Kopf

Beim großen Comedy-Open-Air muss „Der Obel“ vor rund 600 Zuschauern gleich richtig ran. Zuerst schiebt Andreas Obering, so sein bürgerlicher Name, Hans Martin Eickmann per Rollstuhl auf die Bühne. Da steckt sein Kopf noch unter einer Papiertüte mit großem Fragezeichen darauf.

Die Spannung steigt, als der 54-Jährige aus Hamm einige Prominente wie Peter Maffay, Herbert Grönemeyer und Uwe Lyko alias Herbert Knebel imitiert. Erst dann lüftet er das Geheimnis, zieht die Tüte vom Kopf und wird vom Publikum gleich gefeiert. Gemeinsam mit Eickmann singt er vom „Horizont“ und präsentiert anschließend einen kleinen Ausschnitt seines Könnens.

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Das Geierabend-Open-Air im "Tante Amanda"

22.07.2018
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"Der Steiger" Martin Kaysh (l.) hat nicht nur den Obel für den Geierabend gewonnen, sondern für den Neuen auch gleich Blumen parat. © Dietmar Bock
Die Brautjungfern Franziska Messe-Moritz (l.) und Sandra Schmitz beleuchten die aktuellen Hochzeitsbräuche kritisch. © Dietmar Bock
Das bisherige Geierabend-Ensemble singt zum Abschluss mit "Bye bye Bottrop" den Titelsong der letzten Session. © Dietmar Bock
Sandra Schmitz (r.) treibt beim Elternabend als Kingston Kowalskis Mutter den Deutschlehrer (Murat Kayi) zur Verzweiflung. © Dietmar Bock
Das neue Geierabend-Ensemble erfüllt mit "Englisch am Kanal" auch einen Bildungsauftrag: "English for Seniors".© Dietmar Bock
Wer schiebt den scheidenden Hans Martin Eickmann beim Geierabend-Open-Air bei Tante Amanda auf die Bühne?© Dietmar Bock
Franziska Mense-Moritz karikiert mit dem Gartenzwerg unter´m Arm typische deutsche Verhaltensweisen. © Dietmar Bock
Martin F. Risse weiß als Joachim Schleudersack aus Schnöttentrop, warum die Sauerländer in punkto Sex in der "Champions League" spielen. © Dietmar Bock
Neuer Lindenberg: Hans Martin Eickmann (l.) und sein Nachfolger "Der Obel" sangen als Udo-Lindenberg-Imitatoren "Hinterm Horizont geht´s weiter". © Dietmar Bock
Hans Martin Eickmann (l.) holte mit dem "Obel" seinen Nachfolger aus der mit einem Fragezeichen versehenen Tüte hervor. © Dietmar Bock
Hans Martin Eickmann rockte bei seinen letzten Geierabend-Auftritten in guter Rolling-Stones-Manier ab. © Dietmar Bock
Der Präsident (l., Roman Henri Marczewski) rockt als Tina Turner mit "The Best" und (v.l.) Murat Kayi, Sandra Schmitz sowie Franziska Messe-Moritz als Gogo-Girls ab. © Dietmar Bock
Neuzugang "Der Obel" hinterfragte in seinem Solo als Ex-Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni, warum der deutsche Fußball zurzeit so schlecht ist. © Dietmar Bock
Die rund 600 Zuschauer im Biergarten von Tante Amanda feierten die "Geier" lange mit stehendem Applaus. © Dietmar Bock
Die rund 600 Zuschauer im Biergarten von Tante Amanda feierten die "Geier" lange mit stehendem Applaus. © Dietmar Bock
Die Zwei von Südtribüne mit Franziska Messe-Moritz (l.) und Hans Martin Eickmann gab es ein letztes Mal beim Geierabend. Eickmann hört auf. © Dietmar Bock

Der im Film „Das Wunder von Bern“ den Reporter Herbert Zimmermann spielende Comedian parodiert den mit seiner Wutrede bekannt gewordenen Ex-Bayern-Trainer Giovanni Trapattoni exzellent, überzeugt mit seinem Fußballwissen. Bei „Englisch am Kanal“ fügt er sich sodann gut ins Ensemble ein, spielt bei „English for Seniors“, wie es offiziell heißt, einen am Bein verletzten Briten „very well“.

Martin Kaysh: „Das passt sehr gut“

„Das passt sehr gut“, ist sich „Der Steiger“ Martin Kaysh sicher. Er hat den Obel unter die Geier gebracht. „Bei einem unserer Treffen habe ich ihn einfach gefragt, ob er sich das vorstellen könne.“ Konnte er. „Das hier ist ein großartiges Projekt“, sagt der Obel, „auch wenn es ein großer Unterschied ist, solo oder im Ensemble zu spielen.“ Die ersten „Flugversuche als Geier“ lassen einiges erwarten.

Die Geier bieten an einem lauen Sommerabend das Beste der letzten Session. Ob Franziska Mense-Moritz und Sandra Schmitz als Brautjungfern, die neue Hochzeitsbräuche karikieren, Martin F. Risse in seiner Paraderolle als Joachim Schlendersack mit dem Neuesten aus Schnöttentrop oder Roman Henri Marczewski, der als Tina Turner abrockt, die Geier werden bei jeder ihrer Nummern gefeiert.

Wie auch Murat Kayi als genervter Deutschlehrer beim Elternabend sowie der scheidende Hans Martin Eickmann als Rolling-Stones-Gitarrist Keith Richards und natürlich als „Immi“ bei „Die Zwei vonne Südtribüne“.

Der letzte Auftritt der „Zwei vonne Südtribüne“

Beim Open-Air stehen Eickmann und Mense-Moritz zum letzten Mal gemeinsam in Schwarzgelb auf der Bühne. Es gilt, von dem Kult-Duo „Zwei vonne Südtribüne“ Abschied zu nehmen. Eine Fortsetzung wird es in dieser Form nicht geben.

„Eine Kultfigur wie Immi will und werde ich nicht machen“, sagt das frühere Mitglied des Trios „Till (Hoheneder) und Obel“, zu dem auch Klaus Rüter gehörte. Der Obel will seinen eigenen Stil finden. „Er wird die Fußball-Sache von Immi gut weiterführen“, ist sich Martin Kaysh sicher.

Neben Hans Martin Eickmann hört auch Regisseur Günter Rückert nach 20 Jahren „Geierabend“ auf. Zum letzten Mal zeichnete mithin das Trio Günter Rückert, Heinz-Peter Lengkeit und Claudia Lau für Regie und Choreografie verantwortlich. „Der neue Regisseur war auch da“, sagt „Der Steiger“ Martin Kaysh. „Doch wollte er zu diesem frühen Zeitpunkt wohl noch nicht in die Öffentlichkeit.“
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