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Die Borussia macht ihr Wohnzimmer schick

dzBVB investiert in Signal Iduna Park

Borussia Dortmund steckt in diesem Sommer wieder viel Geld in sein Stadion: insgesamt 4,5 Millionen Euro. Der Signal Iduna Park bekommt mehr Plätze, modernere Toiletten und einen neuen Rasen. Ein Bauprojekt ist zurzeit besonders auffällig.

Dortmund

, 17.06.2018 / Lesedauer: 4 min

Die gelben Pylone, die so markant in den Himmel ragen, sind das Markenzeichen des Signal Iduna Parks. 2003 sind sie montiert worden, zur letzten Ausbaustufe des Stadions an der Strobelallee. Sie sehen aber nicht nur schick aus, sie sind vor allem ein tragendes Element des Stadions.

Wer in diesen Tagen am BVB-Stadion vorbeigeht oder über die B 54 stadteinwärts fährt und einen Blick darauf wirft, sieht, dass zwei der acht Pylone eingerüstet sind. Die Stahlträger werden saniert. Es ist die wichtigste Investition, die der BVB in diesem Sommer in seinem Stadion macht. Insgesamt investiert er 4,5 Millionen Euro.

Ein Rundgang durch das Stadion

Christian Hockenjos, Organisations-Direktor beim BVB und Stadion-Chef, hat uns durch das „Wohnzimmer“ der Borussia geführt und gezeigt, was sich in der Sommerpause alles ändert. Substanzerhalt und Sicherheit stehen dabei an erster Stelle. Ein Überblick:

Die Borussia macht ihr Wohnzimmer schick

Für die Sanierung sind die Pylone eingerüstet. Mithilfe von Fahrkörben arbeiten sich die Arbeiter an den Stahlträgern entlang. © Dieter Menne

Pylone: Vier der acht gelben Pylone (an der Süd- und Westseite) am Signal Iduna Park werden noch bis August saniert, die anderen vier folgen in einem Jahr.

Nach 15 Jahren, sagt Christian Hockenjos, sei es an der Zeit gewesen, die Pylone aufzufrischen. Die Pylone halten die Querträger des Stadions und diese wiederum das Stadiondach – sie haben also eine äußerst wichtige Funktion. Zwei Firmen sind an der Sanierung beteiligt. Sie haben ein Gerüst um den 65 Meter hohen Haupt-Mast der Stahlträger gebaut. Mit einem Fahrkorb arbeiten sich die Arbeiter dann auch die senkrecht abgehenden Streben entlang. Sie tragen die oberste Schicht ab, entfernen Dreck und Rost und tragen dann eine neue Schutzschicht auf.

Die Pylone bleiben gelb – der Farbton wird allerdings ein wenig dunkler und intensiver, sodass sie demnächst noch mehr strahlen.

  • Kosten: insgesamt 1 Million Euro, in diesem Sommer 600.000 Euro.

Die Borussia macht ihr Wohnzimmer schick

In der Reihe vor dem Geländer, an das sich Stadionchef Christian Hockenjos lehnt, gibt‘s demnächst bei Champions-League-Spielen eine Stuhlreihe auf der Südtribüne, die es bislang nicht gab. © Dieter Menne

Mehr Plätze auf der Südtribüne: In den Signal Iduna Park passen künftig mehr Leute – vor allem bei internationalen Spielen, wenn die Südtribüne bestuhlt werden muss. Die Kapazität steigt dann um 250 Plätze auf 66.099. Die komplette letzte Reihe im Unterrang auf der Südtribüne – das sind gut 100 Meter – hatte bislang keine Stühle. „Die bauen wir jetzt“, sagt Christian Hockenjos.

In der Bundesliga wächst das Stadion auch – um fünf Plätze auf 81.365 Zuschauer. Diese Plätze seien an verschiedenen Stellen im Stadion geschaffen worden, sagt Hockenjos.

  • Kosten: 30.000 Euro.

Die Borussia macht ihr Wohnzimmer schick

Noch ist‘s eine Baustelle, bald gibt es hier moderne Toiletten. © Dieter Menne

Toiletten: „Wir werden jetzt sukzessive die Toiletten modernisieren“, kündigt Christian Hockenjos an. Platz für neue Toiletten ist im BVB-Stadion keiner mehr, dafür werden die alten nun in den nächsten Jahren nach und nach aufgehübscht. Den Anfang machen in diesem Sommer die auf der Osttribüne, Ebene 2.

  • Kosten: 400.000 Euro

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Der neue Rasen wurde Mitte der Woche schon gemäht. Licht, Luft und Wasser brauche er, um zum Saisonstart optimal zu sein. © Dieter Menne

Rasen: Seit zwei Jahren gibt‘s im Signal Iduna Park nicht mehr Roll- sondern Hybridrasen. Das ist eine Mischung aus Kunst- und Naturfasern. Damit der Rasen zur neuen Saison optimal ist, wurde nun die alte Rasenschicht abgetragen und neuer eingesät.

  • Kosten: 10.000 Euro.

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Der Spielertunnel, durch den hier Christian Hockenjos geht, bekommt einen neuen Boden und neue Beleuchtung. © Dieter Menne Dortmund

Mixed Zone und Spielertunnel: Die Mixed Zone, der Ort, wo die Profis nach einem Spiel Interviews geben, wird renoviert. „Es wird heller und schöner“, sagt Christian Hockenjos. Zudem werde die Verkabelung modernisiert, die zum Beispiel Fernsehteams brauchen. Von der Mixed Zone aus geht es die Treppe hinunter in den Spielertunnel, der dann ins Stadion führt. Auch dieser wird renoviert, unter anderem wird ein neuer Boden, eine schwarze Tartanbahn, verlegt.

  • Kosten: 75.000 Euro

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Auf dem Schwimmweg an der Südost-Ecke des Stadions entsteht der neue Eingang. © Dieter Menne

Neuer Eingang: Am Schwimmweg, der zur Südtribüne führt, entsteht im Laufe der zweiten Jahreshälfte ein neuer Eingang. Diesen können Menschen mit Behinderung und Medienvertreter nutzen. „Wir warten noch auf die Baugenehmigung“, sagt Christian Hockenjos.

  • Kosten: 50.000 Euro.

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Die Umzäunung des Stadions wird überprüft und verbessert. © Hans Blossey

Stadionumzäunung: Der Signal Iduna Park soll, das wird in diesen Zeiten immer wichtiger, eine Festung sein. Die Sicherheit spiele eine immens wichtige Rolle, sagt Christian Hockenjos. Unbefugte sollen keine Chance haben, sich Zugang zum Stadion zu verschaffen. Deshalb wird die gesamte Umzäunung des Stadions überprüft und verbessert. „Es gibt im Moment Zäune, die uns nicht hoch und sicher genug sind“, sagt Hockenjos.

  • Kosten: 150.000 Euro.


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Um die ganze Technik unterzubringen, werden kleine Räume gebaut. Zum Beispiel an der Umlaufebene auf der Westtribüne. © Dieter Menne

Technikräume: Im Signal Iduna Park wird immer mehr Technik benötigt und verbaut. An verschiedenen Ecken im Stadion werden deshalb insgesamt 15 neue Technikräume gebaut. Diese werden zum Beispiel für Sicherheitstechnik und die Stromversorgung benötigt.

  • Kosten: 200.000 Euro. Dazu fließt gut eine halbe Million Euro in neue Technik.



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An dieser Stelle an der Nordtribüne steht bald ein Sanitätsraum. © Dieter Menne

Sanitätsraum: Am westlichen Ende auf der zweiten Ebene der Nordtribüne entsteht ein DRK-Sanitätsraum. Es ist der fünfte im Stadion.

  • Kosten: 100.000 Euro.




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Das Stadion bekommt zudem eine neue Videoüberwachung und Lautsprecher. Davon werden Besucher bei einem Stadionbesuch aber wenig sehen, sagt Christian Hockenjos. © Dieter Menne

Videoüberwachung und Beschallung: Neue Videotechnik und Lautsprecher für Eingänge und Wege im Stadion werden installiert.

  • Kosten: 250.000 Euro.

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Ein riesiger Batzen Geld fließt allein in Instandhaltungs-Arbeiten im Stadion. © Dieter Menne

Instandhaltung: 2,2 Millionen Euro fließen zudem in die Instandhaltung des Signal Iduna Parks, das sind zum Beispiel Reparaturen an technischen Anlagen, Ersatz von Tribünenstühlen und Malerarbeiten.

Die Bauarbeiten im Stadion sollen weitestgehend bis zum 11. August abgeschlossen sein: An diesem Wochenende feiert der BVB seinen Saisonauftakt im und am Signal Iduna Park. Fans können sich auf ein Familienfest freuen. Die Mannschaft wird zudem, so wie im vergangenen Jahr, im Stadion präsentiert. Das genaue Programm will der BVB in Kürze bekannt geben. Der Eintritt zu allen Angeboten des Saisonauftakts ist frei.
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