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Es gab viele Briefmarken zur Fußball-WM – auch einige mit Bezug zu Dortmund. Ein eher unbekannter BVB-Spieler schaffte es so bis nach Paraguay.

von Gerd Kolbe

Dortmund

, 11.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Die Fußball-Weltmeisterschaften spiegeln sich seit 1930 bis zur Gegenwart auch in der Philatelie – der Briefmarkenkunde – wider. Berühmte Spieler zieren Briefmarken, große Mannschaften und WM-Städte. Das gilt auch für Dortmund und seine WM-Cracks.

Zu den ersten deutschen WM-Akteuren, die sich auf den kleinen gezackten Kunstwerken wiederfanden, gehören Hans Tilkowski, Siggi Held und Lothar Emmerich. Sie wurden nach der WM 1966 in Ajman gemeinsam mit weiteren Vize-Weltmeistern wie Beckenbauer, Seeler und Schnellinger philatelistisch geadelt.

Guinea stellte 1974 die Host City Dortmund auf einer Briefmarke vor der Ruhr-Metropole. Was Paraguay bewog, den doch eher unbekannten Borussen Dietmar Erler auf einer Marke zu verewigen, wird wohl immer und ewig das Geheimnis der dortigen Post bleiben. Linksaußen Erler spielte von 1968 bis 1970 beim BVB, überzeugte aber kaum.

Falsches Stadion gedruckt

Dortmund brachte im Vorfeld der WM 2006 einen Briefstempel heraus, der die Post der Stadt zieren und die hiesige WM-Vorfreude zum Ausdruck sollte. „So nicht,“ meinte entrüstet die Fifa, und verbot sofort die angebliche westfälische Eigenmächtigkeit. So kam es, dass von diesem Poststempel maximal 50 Exemplare das Licht der Welt erblickten.

Mit Erstaunen wurde 2005 registriert, dass die Post ganz offiziell als Dortmunder WM-Arena die Stadion-Version von 1995 mit den geöffneten vier Seitenbereichen „verkaufte“, die zur WM 2006 schon lange geschlossen waren. Als die Post ihren Irrtum bemerkte, gab es lange Gesichter. Da war die Briefmarke aber schon auf ungezählten Briefen unterwegs in alle Welt…

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