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Zum Lachen und Zittern: Bergkamener Theatergruppe studiert eine düstere Komödie ein

Theaterverein Volksbühne 20 Oberaden

Viel will der Theaterverein Volksbühne 20 Oberaden nicht über das neue Stück verraten. Die düstere Komödie hält einige Überraschungen bereit - die größte kommt am Ende.

20.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Zum Lachen und Zittern: Bergkamener Theatergruppe studiert eine düstere Komödie ein

Der Theaterverein Volksbühne 20 Oberaden studiert seit März ein neues Stück ein - eine düstere Komödie. © Stefan Milk

Düster, aber zugleich komisch; zum Lachen und Mitfiebern: Das neue Stück, das sich die Schauspieler des Theatervereins Volksbühne 20 Oberaden zur Brust nehmen, ist freilich eine Herausforderung. „Es ist ein anspruchsvolles Stück - textlich und auch bei den Rollen. Einer muss zum Beispiel einen Toten spielen“, erklärt Regisseur Rainer Achsnich. Viel mehr möchte er über die schwarze Komödie mit dem Titel „Für die Familie kann man nichts“ von Hans Schimmel noch nicht sagen, denn es enthält einige Überraschungsmomente. „Am Ende gibt es einen Aha-Effekt“, sagt Pressesprecher Winfried Mücke. Das Stück besteht aus drei Akten und handelt von einer „ungewöhnlichen“ Familie, in der unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinanderprallen.

Rainer Achsnich wurde durch Zufall Regisseur

Auch Rainer Achsnich selbst steht bei diesem Stück auf der Bühne. Dass er einmal Theater spielen und eines Tages sogar Regisseur werden würde, ahnte Achsnich Ende der 90er Jahre wohl noch nicht. „Ich bin da so reingerutscht“, erzählt er. Damals wohnte er noch in Bonn und übernahm im Theaterverein „winzige“ Rollen. Dann fiel der ehemalige Regisseur vom Dach und konnte nicht mehr spielen - innerhalb von drei Wochen sollte Achsnich eine neue, größere Rolle übernehmen. „Seitdem hat sich das entwickelt, die anderen haben erkannt, dass ich was kann“, sagt er schmunzelnd.

Theaterverein sucht nach einem Probenraum

Seit 13 Jahren ist Achsnich auch Regisseur, wobei die Gruppe meist gemeinsam entscheidet und jeder seine Ideen einbringt. Seit März studiert die Gruppe ihr neustes Stück ein, im Herbst soll aufgeführt werden. Derzeit lesen sie den Text noch, doch spätestens in einem Monat möchte Achsnich mit den Stellproben anfangen und das Stück aktiv auf die Bühne bringen - im Vereinsheim ist das nicht möglich. Das Problem: Die Gruppe weiß noch nicht, wo sie proben wird. Weil sie das Vereinsheim der IGBCE-Ortsgruppe nicht mehr nutzen können, wissen sie noch nicht, wohin. Man sei im Gespräch mit der Stadt. „Nach meinem Urlaub möchte ich schon gerne wissen, wohin“, sagt Achsnich - das wäre in zwei Wochen.

Bis zu den Aufführungen steht noch viel Arbeit an

Derzeit trifft sich die Gruppe einmal pro Woche, ab Mitte Mai wird zweimal die Woche geprobt. Zu tun gibt es neben dem reinen Einstudieren des Stückes noch viel mehr - so müssen etwa Requisiten und Kostüme gefunden werden und auch am Bühnenbild, der Beleuchtung und der Akustik wird gearbeitet. „Eine enge Verzahnung und intensive Abstimmung zwischen Bühnenbau, Bühnentechnik und Schauspielerei ist gerade in dieser Vorbereitungszeit unerlässlich“, sagt Winfried Mücke. Er ist auch für die Werbung zuständig. Dieses Jahr sollen sich die Plakate von den Vorjahren abheben. Die Schauspieler sollen nicht in ihren Rollen zu sehen sein, sondern ganz normal, als sie selbst. „Die Leute sollen mal sehen, wer dahinter steckt.“

Bunt gemischte Theatergruppe ist offen für Neuzugänge

Und wer steckt dahinter? Eine gut gemischte Gruppe aus Laiendarstellern - mit jüngeren und älteren Mitgliedern. Über mehr Nachwuchs freut sich die Gruppe dennoch. „Egal ob aktiv oder passiv“, sagt Mücke, der selbst eher selten auf der Bühne steht. Jeder könne sich je nach Interessen und Begabung einbringen. Organisatorisches Talent könnte vor allem im nächsten Jahr nützlich sein - dann steht das 100-jährige Jubiläum des Vereins an. Interessierte können sich an Mücke unter Tel. (0 23 83) 50 46 5 oder an Rainer Achsnich unter Tel. (0 23 06) 96 85 06 wenden. Übrigens stehen die Vereinsmitglieder nicht nur auf der Bühne oder sind in ihren Textbüchern versunken. Beim traditionellen Sommerfest am 29. Juni werden sie ab 15 Uhr wandern und anschließend feiern.

Theaterverein Volksbühne 20 Oberaden


Aufführungstermine in Bergkamen und Kamen

Der Theaterverein Volksbühne 20 Oberaden führt die düstere Komödie „Für die Familie kann man nichts“ von Hans Schimmel im Martin-Luther-Haus an der Goekenheide 5 in Bergkamen-Weddinghofen auf. Termine sind Samstag, 14. September, um 18 Uhr, Sonntag, 15. September, um 16.30 Uhr und Sonntag, 22. September, um 16.30 Uhr. Zwei weitere Aufführungen sind in Kamen geplant. Veranstaltungsort ist die Gaststätte Düfelshöft an der Dortmunder Allee 75. Termine sind Samstag, 28. September, um 18 Uhr und Sonntag, 29. September, um 17 Uhr. Die Vorverkaufstermine werden wir im August rechtzeitig bekannt geben.
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