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Trockene Luft für den „Herrn von Bergkamen“

dzStadtmuseum

Das Stadtmuseum muss das richtige Klima für die Ausstellung der Grabbeigaben des „Herrn von Bergkamen“ schaffen, die vor einigen Jahren im Logistikpark gefunden wurden. Die Anschaffung eines Klimageräts für 45.000 Euro ist bereits eingeplant. Das Museum muss aber noch 30.000 Euro mehr ausgeben.

Bergkamen

, 08.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Wer den „Herrn von Bergkamen“ sehen will, der kann nach Berlin fahren – oder wartet bis die Ausstellung „Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland“ im Martin-Gropius-Bau am 6. Januar 2019 zu Ende geht. Denn dann könnten die frühmittelalterlichen Fundstücke, die Archäologen im Logistikpark A2 entdeckt haben, einen dauerhaften Platz im Bergkamener Stadtmuseum in Oberaden finden.

Zumindest sind Kulturdezernent Marc Alexander Ulrich und Museumschef Mark Schrader optimistisch, dass es ihnen gelingt, die geforderten Ausstellungsbedingungen herzustellen. Dann würden die Archäologen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe dem hiesigen Museum wahrscheinlich den Zuschlag erteilen. Und um dieses Ziel zu erreichen, nimmt Ulrich, der ja auch Stadtkämmerer ist, sogar noch mehr Geld in die Hand als ursprünglich vorgesehen.

Bekanntlich laufen im Stadtmuseum die Vorbereitungen für den Bau eines Klima-Raums, in dem die empfindlichen Funde gezeigt werden könnten. „Der Rohbau ist auch schon fertig“, berichtet Ulrich.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat 45.000 Euro für die Anschaffung eines Klimakompaktgerätes bereitgestellt. Wie sich im Zuge der Arbeiten herausgesellt hat, reicht das aber nicht. „Um wirklich ein optimales Klima herzustellen, brauchen wir auch einen Luftentfeuchter“, sagt Schrader. Beim Kämmerer und Kulturdezernenten stieß er dabei auf wenig Widerstand. Durch Umschichtungen im Etat sei es gelungen, 30.000 Euro für diesen Zweck bereitzustellen, sagte Ulrich. Denn es ergebe ja wenig Sinn, den Bau eines Klimaraumes in Angriff zu nehmen, aber dann an entscheidender Stelle zu sparen. Dann laufe das Museum Gefahr, den „Herrn von Bergkamen“ doch nicht zu bekommen.

Die Ausschreibung für das benötigte Gerät könne in Kürze veröffentlich werden, sagte Ulrich. Er hofft, dass auch die Bauarbeiten für den Klimaraum im geplanten Zeitraum vonstatten gehen. Das hänge allerdings auch von der Auslastung der beauftragten Firma ab. „Es gibt nur einige wenige Spezialfirmen, die so etwas machen“, meinte Ulrich.

Gleichwohl sind sowohl Ulrich als auch Schrader guter Hoffnung, dass es ihnen gelingt, das richtige Klima für den „Herrn von Bergkamen“ im Museum herzustellen. Und der könnte dann im nächsten Jahr vom Gropius-Bau direkt an die Jahnstraße in Bergkamen umziehen.

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