Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Taxibus soll zur Probe bis zur Ökostation in Heil fahren

Nahverkehr

Besucher haben bisher nur die Chance, mit dem Auto oder dem Fahrrad zur Ökostation zu kommen. Das soll sich ab dem Spätsommer ändern. Es soll auch die Möglichkeit geben, den Bus zu nehmen. Die Entscheidung liegt jetzt beim Kreistag.

Bergkamen

, 27.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Taxibus soll zur Probe bis zur Ökostation in Heil fahren

Am „Tag des Apfels“ wird es voll an der Ökostation: Parkende Autos stehen dann auf dem Randstreifen des Westenhellwegs. In diesem Jahr können Besucher wahrscheinlich auch mit dem Bus kommen.Archiv © Marcel Drawe

Besucher der Ökostation haben bisher nur zwei Möglichkeiten zu kommen, wenn sie keinen langen Fußweg auf sich nehmen wollen: Entweder sie setzen sich ins Auto oder sie nehmen das Fahrrad – das auch nur meist dann eine Alternative ist, wenn der Besucher nicht allzu weit entfernt wohnt. Der Bus war dagegen bisher keine Möglichkeit, zur Ökostation zu kommen – es sei denn, die Besucher hatten Lust auf einen längeren Spaziergang – zwei Kilometer von der Bushaltestelle an der Lippebrücke in Rünthe oder 1,6 Kilometer von der Bushaltestelle des Taxibusses an der Nördlichen Lippestraße in Heil.

Das soll sich zumindest ab dem 1. September probeweise ändern, falls der Kreistag in seiner Sitzung am kommenden Dienstag zustimmt: Dann soll die VKU die Taxibuslinie T 36 von ihrer bisherigen Endhaltestelle an der Nördlichen Lippestraße bis zur Lippebrücke in Rünthe mit einem Haltepunkt an der Ökostation verlängern. Wenn sich die Verlängerung bewährt, soll sie mit dem neuen Nahverkehrsplan im kommenden Jahr endgültig in das Angebot der VKU übernommen werden.

Der Kreis Unna, der die Ökostation betreibt, und die Stadt Bergkamen sehen durchaus Potenzial für die Taxibus-Linie. Auf der Ökostation gibt es pro Jahr 248 allgemeine Veranstaltungen mit insgesamt knapp 6800 Teilnehmern. Hinzu kommen 263 umweltpädagogische Veranstaltungen mit Kindergärten und Schulklassen und weiteren etwa 5000 Teilnehmern. Publikumsmagnet ist in jedem Jahr der „Tag des Apfels“, zu dem allein schon etwa 4000 Besucher kommen – von denen fünf Prozent oder umgerechnet 200 schon jetzt Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs sind. Für so viele Besucher, die mit dem Auto kommen, reichen die Parkplätze auf dem Gelände der Ökostation und auf der Zufahrt parallel zum Westenhellweg bei weitem nicht aus. Die Seitenstreifen der Landstraße sind dann im weiteren Umkreis zugeparkt – mit häufigen gefährlichen Situationen beim Aus- und Einsteigen.

Falls die Taxibuslinie verlängert wird, könnten Fahrgäste den Bus zu seinen Endpunkten an der Lippebrücke oder zum Busbahnhof Bergkamen bestellen – oder zu einer anderen Haltestelle im Verlauf – und von dort zur Ökostation und zurück fahren. Der Taxibus hat zwar einen Fahrplan wie ein normaler Linienbus, kommt aber nur, wenn er mindestens eine halbe Stunde vorher angefordert wurde. „Die Größe des Fahrzeugs richtet sich nach der Anzahl der Menschen, die mitfahren wollen“, sagt VKU-Verkehrsplaner Oliver Niewöhner.

Die VKU geht davon aus, dass das zusätzliche Angebot etwa 12.000 Euro im Jahr zusätzlich kostet. Diese Kosten würde zunächst der Kreis Unna tragen, weil die Ökostation eine kreiseigene Einrichtung ist.

Lesen Sie jetzt