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Streit um die ehemalige Rollschuhbahn

dzGrüne wollen Grünfläche

Das Jugendamt ist bereit, die ehemalige Rollschuhbahn in der ECA-Siedlung für Parkplätze zur Verfügung zu stellen. Die Grünen haben aber etwas dagegen.

Weddinghofen

, 13.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Eigentlich schien die Umwandlung der ehemaligen Rollschuhbahn in der ECA-Siedlung eine ausgemachte Sache. Doch jetzt gibt es Diskussionen darum: Die Grünen wehren sich dagegen, aus der Spielfläche einen Parkplatz zu machen. Der Fraktionsvorsitzende Jochen Wehmann spricht sich dafür aus, den Asphalt zu beseitigen, die Fläche zu begrünen und dort möglicherweise ein Bienenhaus aufzustellen.

Seit 20 Jahren nicht mehr genutzt

Im Jugendhilfeausschuss hatte das Jugendamt noch einmal deutlich gemacht, dass es auf die Rollschuhbahn verzichten kann. Genutzt wird sie seit etwa 20 Jahren nicht mehr. Eine andere Nutzung als Skatebahn oder als Spielplatz sei mit Rücksicht auf die Anwohner nicht möglich, sagte Jugendamts-Mitarbeiter Christian Scharwey. Die Fläche soll in Parkplätze umgewandelt werden, um den Parkdruck in der ECA-Siedlung zu mindern.

Garagen in Wohnraum umgewandelt

Jochen Wehmann, der selbst in der ECA-Siedlung aufgewachsen ist, sah das ganz anders. Er wies darauf hin, dass die kleinen Reihenhäuser früher alle Garagen hatten, die aber mittlerweile fast überall zu Wohnraum umgebaut seien. Außerdem seien in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Grünflächen in Parkraum umgewandelt worden, argumentierte er. Die würden zum Teil von Anhängern und Wohnwagen blockiert, die dort abgestellt seien. „Es ist ausdrücklich nicht unsere Aufgabe, für privaten Parkraumbedarf öffentlich Flächen zur Verfügung zu stellen“, argumentierte Wehmann. Wenn die Rollschuhbahn nicht mehr genutzt werde, solle sie zumindest in eine Grünfläche umgewandelt werden.

Weniger Autos am Straßenrand

Der Weddinghofer SPD-Stadtverordnete Julian Deuse sah die Umwandlung der Fläche in Parkplätze dagegen als Chance, den Parkdruck aus der ECA-Siedlung herauszunehmen - und das komme auch den Kindern aus der Siedlung zugute. „Wenn es dort mehr Flächen zum Parken gibt, stehen weniger Autos am Straßenrand - und das ist ungefährlicher für spielende Kinder“, sagte er.

Unterstützung bekam er von der CDU, wenn auch nur eingeschränkt. Die Nutzung der Fläche für Parkplätze entspanne die Parkplatz-Situation zumindest etwas, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Heinzel. Grundsätzlich aber sei das Problem der fehlenden Parkplätze in solchen älteren Siedlungen wie der ECA-Siedlung nicht zu lösen.

Der Jugendhilfeausschuss sprach sich schließlich mit sieben zu drei Stimmen dafür aus, die ehemalige Rollschuhbahn für Parkplätze frei zu geben.

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