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Platz soll den Namen des früheren Weddinghofer Bürgermeisters Ernst Flühs tragen

dzGrünfläche am Ehrenmal

Alteingesessene Weddinghofer erinnern sich noch gut an Ernst Flühs. Und auch Nachgeborene und Neu-Hinzugezogene werden bald mit dem Namen des früheren Bürgermeisters etwas anfangen können.

Weddinghofen

, 11.02.2019 / Lesedauer: 3 min

Ernst Flühs (1898 bis 1964) soll als Namensgeber für die bisher unbenannte Grünfläche mit dem Ehrenmal an der Ecke Schulstraße/Goekenheide dienen. Diesen Vorschlag hat die SPD gemacht und einen entsprechenden Antrag für den Stadtrat gestellt. Damit schließt sie eine Aktion ab, die der SPD-Ortsverein Weddinghofen/Heil im vergangenen Sommer gestartet hatte: Die Sozialdemokraten hatten die Weddinghofer aufgerufen, mögliche Namensgeber oder -geberinnen für den Platz vorzuschlagen.

Unterschiedliche Schreibweisen

Der Name Ernst Flühs sei dabei am häufigsten genannt worden, sagte SPD-Fraktionschef Bernd Schäfer. Wobei offenbar nicht so ganz klar ist, wie der ehemalige Bürgermeister geschrieben wird: In der Weddinghofer Ortschronik, die Stadtarchivar Martin Litzinger 2017 veröffentlicht hat, wird er Ernst Flüß genannt. „Der Name auf der Geburtsurkunde weicht von dem Namen ab, mit dem er offizielle Dokumente unterschrieben hat“, begründet Schäfer diese Abweichungen. Die Unterschrift laute immer auf den Namen Flühs. Und so schreibt sich auch die Schwiegertochter Christel Flühs, die noch heute in Weddinghofen wohnt.

Ausschuss und Rat

  • Der SPD-Antrag wird zunächst im Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr beraten, der am Dienstag, 19. Februar, tagt.
  • Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal im Ratstrakt neben dem Rathaus.
  • Dort tagt am Donnerstag, 21. Februar, ab 17.15 Uhr der Stadtrat in öffentlicher Sitzung

Lokalhistorische Bedeutung

An der lokalhistorischen Bedeutung von Flühs gibt es ohnehin keine Zweifel: „Er erwarb sich große Verdienste um seine Heimatgemeinde“, schreibt schon Litzinger über den Mann, den die britische Militärregierung am 28. Mai 1945, also kurz nach Ende des Zweiten Weltkrieges, zum Bürgermeister von Weddinghofen ernannt hatte. Am 23. September 1946 bestätigte ihn der kurz zuvor gewählte Weddinghofer Gemeinderat einstimmig in diesem Amt. Der Bürgermeister hat laut SPD-Antrag wichtige Beiträge zum Aufbau der Gemeinde geleistet: „Wesentlich trug er dazu bei, dass das damalige Wirtschaftswunder auch in Weddinghofen zu spüren war. Infrastrukturprojekte, wie zum Beispiel der Bau von Pfalzschule, Albert-Schweitzer Schule, Sportplatz, Straßenbeleuchtung sowie Errichtung von Heidesiedlung und ,An der Landwehr‘ fielen in seine Amtszeit.“ Die Einwohnerzahl stieg in Flühs Amtszeit von 1935 auf 6435.

Auch die anderen Fraktionen stimmen zu

Das lag natürlich auch am Bergbau. Und der wurde - wie Litzinger schreibt - auch Flühs zum Schicksal. Der 1956 wiedergewählte Bürgermeister leitet im Mai 1960 zum letzten Mal eine Sitzung des Gemeinderates: „Eine schwere Silikose, die Berufserkrankung vieler Bergleute, gebot ihm einen Rückzug.“

Wie Schäfer berichtet, haben auch die anderen Fraktionen im Rat die Zustimmung signalisiert.

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