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Ordnungsdienst sorgt für Ruhe auf dem Nordberg

dzJahresbilanz der Ordnungshüter

Randale auf dem Herbert-Wehner-Platz, Hundekot an der Klöcknerbahn-Trasse und Grillen im Zechenpark und am Kanal - das hat dem Ordnungsdienst besonders viel Arbeit gemacht.

Bergkamen

, 15.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Grüppchen von Betrunkenen, sie sich auf dem Herbert-Wehner-Platz auf dem Nordberg zusammengerottet und Passanten angepöbelt haben - das war eines der Probleme, für die der Ordnungsdienst der Stadt im vergangenen Jahr mehrfach zu Sondereinsätzen ausrücken musste. Die beiden Mitarbeiter, die von einem Helfer unterstützt wurden, schafften es offenbar, sich Respekt zu verschaffen. Das Problem war erledigt, nachdem sich die städtischen Ordnungshüter mehrfach ernsthaft mit den Störern unterhalten hatten und den einen oder anderen Platzverweis erteilten, wie Markus Höll vom Ordnungsamt bilanzierte.

Viele Einsätze im Sommer

Zu den Störungen am Nordberg kam es im Sommer, als es heiß war - offenbar ohnehin die arbeitsreichste Zeit für den Ordnungsdienst. In dieser Zeit mussten die Mitarbeiter auch immer wieder zum Datteln-Hamm-Kanal und in den Zechenpark ausrücken, um nach dem Rechten zu sehen. Das Problem dort: Bei schönem Wetter fanden sich immer wieder größere Gruppen zum Grillen ein - und ließen den Müll danach oft liegen.

Ordnungsdienst sorgt für Ruhe auf dem Nordberg

Der Ordnungsdienst wird oft wegen illegaler Müllentsorgung gerufen. © Stefan Milk

Probleme mit Hundekot auf Wegen

Das dritte Problem, das zu dem einen oder anderen Sondereinsatz für den Ordnungsdienst führte, waren Bergkamener, die ihre vierbeinigen Freunde Gassi führten und den Hundekot liegen ließen. Besonders betroffen waren der Fahrradweg auf der Klöcknerbahntrasse, der Verbindungsweg zwischen Hochstraße und Ulmenweg sowie diverse Gehwege in Weddinghofen und Oberaden. Verstöße, bei denen der Ordnungsdienst aber oft an seien Grenzen stößt, wie Höll einräumte. „Sobald ein städtischer Mitarbeiter in Uniform zu sehen ist, verhaltensich alle korrekt. Wenn der Ordnungsdienst wieder weg ist, verändert kaum noch jemand sein Verhalten“, sagt der Ordnungsamtsmitarbeiter.

Kirmes an allen Tag begleitet

Ein besonderes Einsatzgebiet für den Ordnungsdienst waren in diesem Jahr die Frühjahrs- und die Herbstkirmes, die der Ordnungsdienst beide an allen vier Tagen begleitete. Dafür habe es keinen besonderen Anlass gegeben, sagte Höll. Der Ordnungsdienst sei dazu in diesem Jahr einfach personell in der Lage gewesen. Bei Besuchern und Schaustellern kam das trotzdem gut an: Sie lobten, dass sie sich sicherer fühlten.

Ordnungsdienst sorgt für Ruhe auf dem Nordberg

Das Ausstellen von Knöllchen macht einen großen Teil der Fälle aus, in denen der Ordnungsdienst einschreitet. © Johannes Brüne

Häufige Einsätze wegen Verkehrsverstößen

Den größten Teil der Gelegenheiten, bei denen der Ordnungsdienst einschreiten muss, haben aber weder etwas mit Randale noch mit wildem Müll zu tun, sondern mit Menschen, die falsch parken. Allein im vergangenen Jahr stellen die Ordnungsdienst-Mitarbeiter 780 Knöllchen aus, meistens für Falschparker. Der eine oder andere Bergkamener ist über das Eingreifen des Ordnungsdienstes übrigens nicht unbedingt erfreut, wenn er selbst betroffen ist. Immer wieder einmal kam es zu Beleidigungen. Handgreiflich wurde niemand. Die Mitarbeiter machen regelmäßig ein Deeskalationstraining, so dass sie offenbar wussten, wie sie erregte Gemüter wieder abkühlen konnten.

Weniger Grund zum Einschreiten

Das Ordnungsamt geht übrigens davon aus, dass die Arbeit des Ordnungsdienstes, den es schon seit 2003 gibt, langfristig zu weniger Verstößen führt. Seit 2015 ist die Zahl der Maßnahmen, die der Ordnungsdienst treffen musste, von über 13.000 auf knapp über 7000 gesunken. Die meisten der über 13.000 Einsätze im vergangenen Jahr verliefen für die städtischen Ordnungshüter übrigens ohnehin erfreulich: In 8153 Fällen kam es dabei zu einerlei beanstandenswerten Vorkommnissen.

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