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Nach der Sperrung des Bahnübergangs in Bergkamen wird Heiler-Kirchweg-Brücke zum Brennpunkt

dzBaustellen

Seitdem der Bahnübergang an der Jahnstraße gesperrt ist, müssen die Heiler weite Umwege in Kauf nehmen, wenn sie ihren Stadtteil verlassen. Aber damit scheinen sie sich abgefunden zu haben.

Bergkamen

, 18.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Ortsvorsteherin Rosemarie Degenhardt kann der etwas schwierigen Verkehrssituation sogar etwas Positives abgewinnen. „Seit der Sperrung herrscht auf der Königslandwehr deutlich weniger Verkehr.“ Zumal ja auch noch die Nördliche Lippestraße gesperrt ist, die die Stadt in den Sommerferien verbreitern lässt. Aber da die Heiler schon lange darauf gewartet haben, können sie schlecht etwas dagegen haben.

Zumal sie auch über die Jahnstraße ohne große Umwege zum Westenhellweg kommen. Anders sieht das aus, wenn sie nach Oberaden oder in Richtung Mitte wollen. Die ausgeschilderte Umleitung führt zwar ebenfalls über den Westenhellweg, die Werner Straße, die Fritz-Husemann-Straße und die Erich-Ollenhauer-Straße. Ortskundige wissen allerdings, dass die kürzeste Ausweichroute über den Heiler Kirchweg führt. Die Brücke, die dort den Datteln-Hamm-Kanal quert, ist allerdings ziemlich schmal, sodass maximal ein Auto gleichzeitig fahren kann. „Das hat in den ersten Tagen zu einem ziemlichen Chaos geführt“, hat Degenhardt beobachtet. Einige Autofahrer, die einander entgegenkamen, sollen regelrecht in Streit geraten sein. Nachdem die Ortsvorsteherin die Stadtverwaltung informiert hat, hat diese zwei Ampeln auf den beiden Brückenzufahrten aufgestellt, die jetzt den Verkehr regeln. Das hat die Situation nach Degenhardts Beobachtungen deutlich entspannt. Allerdings hat es bereits zwei Fälle von Vandalismus gegeben, wie die stellvertretenden Planungsamtsleiterin Christiane Reumke berichtet. Die Ampel sei deshalb zwischenzeitlich nicht in Betrieb gewesen.

Die Heiler würden sich langsam aber sicher an die längeren Wege gewöhnen, sagt Degenhardt: „Der ein oder andere schimpft natürlich darüber.“. Aber letztlich sähen die meisten ein, dass die Baustelle am Bahnübergang für die Wasserstadt notwendig sei.

Allerdings hätten sich die Betroffenen eine bessere Information durch Straßen.NRW gewünscht. Dass der Bahnübergang für längere Zeit gesperrt wird, war schon länger bekannt. Den genauen Termin erfuhren die meisten Heiler allerdings erst durch einen Bericht, den unsere Zeitung in der vorvergangenen Woche veröffentlicht hat – wenige Tage bevor die Sperrung in Kraft trat. Eine direkte Information der betroffenen Anlieger durch Straße.NRW hat es nach Degenhardts Kenntnissen nicht gegeben.

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