Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Mathematik gibt es auch im Bergkamener Schulgarten

Willy-Brandt-Gesamtschule

Der „Garten der Freundschaft“ an der Willy-Brandt-Gesamtschule wächst seit rund zwei Jahren. Und er hat mittlerweile einen „fächerübergreifenden“ Einfluss auf den Stundenplan.

Bergkamen

, 26.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Mathematik gibt es auch im Bergkamener Schulgarten

Edda und Melih besuchen einmal die Woche die Garten-Arbeitsgemeinschaft an der Willy-Brandt-Gesamtschule und sind gerade dabei, einer der Lieblingsbeschäftigungen der Schüler nachzugehen: Sie ernten. In diesem Fall Zucchini. Milk © Stefan Milk Stefan Milk

Auch wenn es um die Mathematik geht. „Ein Schulgarten hat auch was mit Mathe zu tun. Das Wachstum der Pflanzen lässt sich mit entsprechenden Tabellenkalkulationen hervorragend darstellen“, erklärt André Schuhmann. Der Lehrer initiiert an der Gesamtschule Projekte rund um den Fachbereich „Mint“. Hinter diesem Begriff verbergen sich die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Technikkurs geplant

Mint-Schulen wie die dazu zertifizierte Willy-Brandt-Gesamtschule stehen für die intensive Förderung dieser Fächer. Und die passen eben auch ganz gut zum Garten. „Jeder Gesamtschüler wird im Laufe seiner Schullaufbahn, wenn er von der fünften Klasse bis zum 13. Schuljahr bleibt, mindestens einmal thematisch mit dem Schulgarten in Berührung kommen“, sagt Schuhmann. Während sich die fünften und sechsten Schuljahre vorwiegend noch in der Garten-AG tummeln, pflanzen, wässern und ernten, wird das Grün für die älteren Jahrgänger spezieller: Neben Pflanzenwachstum und entsprechender Berechnung per Tabellenkalkulation planen die Techniker gerade ein Bewässerungssystem für die Sommermonate. „Das würde dem Garten natürlich vor allem während der Ferien zu gute kommen“, sagt Schuhmann. Der Chemiekurs aus der Oberstufe wiederum extrahiert die Duftstoffe der Schulpflanzen und untersucht, welche Farbstoffe sich in ihnen verbergen.

Garten muss man buchen

„Der Schulgarten ist ein starker Baustein unseres Mint-Prinzips“, freut sich Schulleiterin Ilka Detampel. Sie selbst unterrichtet auch Hauswirtschaft und geht dann mit ihren Schülern ebenfalls zum Kräutersammeln in den Garten. Aber: Allein die Mitglieder der Garten-AG sind dort regelmäßig anzutreffen. Alle anderen müssen den Besuch im Schulgarten für ihre Klassen und Kurse buchen. Ganz gleich, ob zum Grillfest – das ist nämlich auch möglich oder aber zum Anschauungsunterricht: Die Lehrer buchen den Schulgarten. „Raus aus dem Klassenzimmer“ ist meist die Devise, die die Schüler gerne mitverfolgen. Umso größer war dann auch vor einem Jahr der Zorn auf die Unbekannten, die nachts über den Zaun kletterten, einen Teil des Gartens verwüsteten und Pflanzen stahlen. Auch den große Kürbis, mit dem sich die Schüler an einem Wettbewerb beteiligt hatten, fiel den Gartendieben zum Opfer. Mittlerweile ist der Schulgarten rund um die Uhr videoüberwacht.

Seit zwei Jahren ist der Schulgarten fester Bestandteil der Willy-Brandt-Gesamtschule. Der „Garten der Freundschaft“, ist, wie auf dem Eingangschild zu lesen ist, in Gemeinschaftsarbeit mit einer Schülergruppe aus Bergkamens türkischer Partnerstadt Silifke angelegt worden.

Lesen Sie jetzt