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„Love me tender“ auf der Flöte bei der Musikschule Bergkamen

dzKonzert

Die jungen Musiker spielen zum Abschluss der Konzertsaison noch einmal vielfältige Werke auf Blasinstrumenten und der Gitarre. Das Repertoire reicht von Elvis Presley bis Stücken aus der Oper.

von Niklas Mallitzky

Bergkamen

, 05.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Sommerferien stehen schon vor der Tür. Doch bevor sich auch die Musikschule in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedet, gab es noch ein kleines Schmankerl für Freunde der Musik. Das Konzert in kleinem Rahmen vereinte klassische Werke mit modernen Titeln.

Eigentlich ist das gute Wetter ja Grund zur Freude, doch für Anne Horstmann und ihre Schüler bringen die hohen Temperaturen auch die eine oder andere Schwierigkeit mit sich. „Metall und Holz dehnen sich aus“, erklärt die Fachbereichsleiterin für Holz- und Blechblasinstrumente. Kurz noch mal nachgestimmt, dann sind die Dissonanzen ausgeräumt, das Konzert kann beginnen.

Denn Anfang machte Lisa Brockmann. Zu den Titeln, die sie auf der Querflöte präsentierte, gehört auch „Aura Lee“. Während der Name des Stücks kaum jemandem bekannt sein dürfte, ist es die Melodie bestimmt. Denn 1956 nahm sich Elvis Presley des Stücks an und machte daraus sein bekanntes „Love me tender“.

Als nächstes war Mareen Brech an der Reihe. Die Flötistin hatte sich die „Gavotte“ aus der Oper „Rosine“ ausgesucht. Die Oper sei mittlerweile fast in Vergessenheit geraten, meinte Horstmann, die Gavotte aber weiterhin ein beliebter Titel, der in zahlreichen Versionen auch in Funk und Fernsehen immer wieder zu hören ist. Das fröhlich-leichte Stück bleibt im Gedächtnis, Mareen verleiht der Gavotte mit ihrer Flöte eine besonders heitere Note.

Würde Valentin in sein Instrument blasen, es würde wohl keine Klänge von sich geben – zumindest keine hörenswerten. Der 13-Jährige spielt Gitarre, seitdem er sechs Jahre alt ist. In der Musikschule besucht er die Gitarrenklasse von Burkhard Wolters. Auch er präsentierte einen Klassiker, wenn auch deutlich jünger als die übrigen Titel an diesem Abend. „Is there anybody out there“ ist eines der Titel vom legendären Pink Floyd Album „The Wall“, 1979 veröffentlicht. Nach seiner Performance war Valentin zufrieden, es sei sehr gut gelaufen. Trotzdem könne er sich noch verbessern, meinte der Schüler. „Es hätte etwas flüssiger sein können, daran muss ich noch arbeiten.“

Das Flötenensemble kehrte dann wieder zurück in den Bereich der E-Musik, mit einem Klassiker von Telemann. Die „Suite in a-moll“ ist Teil der Konzertsammlung „Air Italienne“ und ein echter Hörgenuss, auch die warmen Temperaturen konnten daran nichts ändern. Nach einem Stück von Beethoven, am Klavier vorgetragen von Kristina Nordlohne, stand das Flötenensemble in verkleinerter Fassung dann noch einmal auf der Bühne, mit einem Flötenquartett von Friedrich dem Großen verabschiedeten sich die Musikschüler in die Sommerpause, begleitet von viel und vor allem hochverdientem Applaus.

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