Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Lange Wartezeiten für Nichtschwimmer in Bergkamen

dzZu wenig Platz

Es fehlt an Becken und Zeit: Nichtschwimmer müssen in Bergkamen bis zu anderthalb Jahre warten, um ein entsprechendes Angebot der DLRG zu nutzen. Die Kurse sind auf lange Zeit ausgebucht.

Bergkamen

, 24.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Am besten, Eltern melden ihre jetzt dreijährigen Kinder schon einmal an, damit sie dann mit fünf Jahren tatsächlich schwimmen lernen können“, sagt DLRG-Vorsitzender Tobias Schwittek.

Für Kinder bis zwölf Jahren bietet die DLRG-Ortsgruppe Bergkamen immer freitags im Lehrschwimmbecken der Bodelschwinghschule einen Kurs an.

Wartelisten

Doch der ist permanent ausgebucht und die Wartezeiten sind lang. Momentan ist ohnehin Sommerpause. „Das Problem ist, wir haben nicht genug Wasserzeiten, um alle Anfragen zu bewältigen“, sagt Schwittek Denn die DLRG muss sich unter anderem mit den TuRa-Wasserfreunden das Becken teilen. Aber Schwittek hofft, dass sich dieses Problem mit dem Bau des geplanten neuen Familien- und Freizeitbades in Bergkamen erledigt und dann mehr Kurse für Nichtschwimmer angeboten werden können. Gerade in den Sommermonaten, wenn alle Abkühlung im Wasser suchen, zeige sich, wie gefährlich es ist, nicht schwimmen zu können.

Der Anfängerkurs der DLRG richtet sich an Kinder ab fünfeinhalb Jahren und dabei geht es in erster Linie darum, dass die Kinder das Element Wasser näher kennenlernen und mögliche Angst davor verlieren. Zum Programm „Wasserbewältigung und Wassergewöhnung“ gehört auch, den kleinen Schwimmern beizubringen, unter Wasser die Augen zu öffnen. „Wir bieten diesen Kurs an, damit es hinterher nicht mehr zu lange dauert, wenn sie das Seepferdchen machen“, sagt Schwittek. Das Seepferdchen ist die erste größere Hürde auf dem Weg vom Nichtschwimmer zum Schwimmer. Doch Schwittek warnt davor, zu glauben, dass Kinder mit Seepferchen schwimmen können.

Mehr als Seepferdchen

Denn das Seepferdchen-Abzeichen beinhaltet, einen Sprung vom Beckenrand, 25 Meter schwimmen und das Heraufholen eines Gegenstandes mit den Händen aus schultertiefem Wasser. Das bedeute keinesfalls, dass Kinder dann schwimmen könnten. Wer dann in einer besonderen Situation in Panik gerate, schafft es im Zweifelsfall noch nicht durchs ganze Becken. „Schwimmen können heißt 15 Minuten am Stück, ohne zwischendurch am Beckenrand anzuschlagen“, sagt Tobias Schwittek. Mädchen und Jungen, die das erreicht haben, sollten dann möglichst bis zum bronzenen Schwimmabzeichen weiter machen. Sofern sie einen Platz in einem entsprechenden Kurs ergattern können.

Lesen Sie jetzt