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Geldstrafe für Randale in Bergkamen nach Ärger mit der Ex

dzAmtsgericht

Ein 22 Jahre alter Bergkamener rastet aus, nachdem er Ärger mit der Exfreundin und reichlich Alkohol getrunken hat. Er demoliert Autos in Oberaden. Dafür bekommt er vom Gericht eine saftige Geldstrafe.

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 26.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Es war ein schlechter Tag für einen 22 Jahre alten Bergkamener – und er machte selbst einen ganz schlechten daraus, mit Folgen: Das was er anrichtete, brachte ihn jetzt vor die Schranken des Amtsgerichts im Kamen.

Zunächst bekam der Bergkamener eine schlechte Nachricht von seiner Ex-Freundin. In Kombination mit den 1,7 Promille Alkohol im Blut, die er sich antrank, ließ sie den Mann in der Nacht des 2. Juli vergangenen Jahres ausrasten. Auf der Jahnstraße/Am Römerberg in Oberaden zerstörte er zunächst die Frontscheibe eines parkenden Wagens. Bei einem zweiten Fahrzeug, das ihm in die Quere kam, trat er das Rücklicht ein.

Diese beiden Sachbeschädigung räumte der Mann jetzt im Amtsgericht Kamen auch ein. Drei weitere Vorwürfe, wonach er an einer anderen Straße in Oberaden an Autos Reifen zerstochen, Lack zerkratzt und eine Beule verursacht haben soll, stritt der 22-Jährige jedoch ab. Die besagten Fahrzeuge, an denen die Schäden entstanden waren, hätten gar nicht auf seinem Weg gelegen, sagte er aus. Für die Schäden müsse jemand anders verantwortlich sein.

Der Richter regte zu diesen Taten auch tatsächlich eine Einstellung des Verfahrens an. Damit erklärte sich die Staatsanwaltschaft jedoch nicht einverstanden. Deshalb trennte der Vorsitzende Richter die nicht vom Angeklagten gestandenen Taten zur gesonderten Verhandlung ab.

Für die übrigen Vorgänge beantragte die Vertreterin der Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 300 Euro. Der Verteidiger sprach sich hingegen für eine Verwarnung mit einer Geldstrafe von 90 Euro unter Vorbehalt, also auf Bewährung, aus. Schließlich habe sein Mandant angeboten, den Schaden zu bezahlen, argumentierte er vor Gericht.

Der Angeklagte nutzte das ihm zustehende letzte Wort, um sich für sein Verhalten zu entschuldigen: „Ich habe daraus definitiv gelernt“, beteuerte er.

Auch der Richter sah eine Verwarnung mit Geldstrafe unter Vorbehalt als angemessen an. Mit 540 Euro lag sie allerdings deutlich höher als der Antrag des Verteidigers. Die Bewährungszeit für den 22-Jährigen legte der Vorsitzende auf ein Jahr fest. Als Auflage muss der Bergkamener innerhalb von vier Wochen 250 Euro an die eine und 150 Euro an die zweite Geschädigte zahlen, denen die Autos gehören.

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