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Für die „Lauschtour“-App wirbt die Stadt auch offline

Neues Tourismus-Angebot

Noch gibt es die Bergkamener „Lauschtour“ im App-Store nicht. Aber die Vorbereitungen für die akustische Führung zu sehenswerten Punkten im Stadtgebiet laufen. Und zwar auch offline.

Bergkamen

, 14.03.2019 / Lesedauer: 3 min
Für die „Lauschtour“-App wirbt die Stadt auch offline

Bald gibt es eine Lauschtour für Bergkamen: Smartphone-Nutzer können an touristisch interessanten Orten Interwiews mit Menschen lauschen, die sich an dem Ort besonders gut auskennen.

Die städtische Tourismusförderin Simone Reichert arbeitet derzeit an Flyern und Plakaten, mit denen sie das neue Angebot bewerben will, wenn es zu Beginn der Freiluft-Saison Ende April oder Anfang Mai zur Verfügung steht. Wer die „Lauschtour“ nutzen will, muss sich die App auf sein Smartphone laden. Aber dafür muss man diese Möglichkeit natürlich erst einmal bekannt machen. Und da setzt Reichert unter anderem auf die klassischen Werbemittel. Doch sie will auch die Sozialen Medien nutzen, um auf das neue Tourismus-Angebot aufmerksam zu machen. Schließlich richtet sich das an die Besitzer von Smartphones, denen man eine gewisse Affinität zum Internet unterstellen kann.

Für die „Lauschtour“-App wirbt die Stadt auch offline

Auf der Halde hat Monika Seynsche von der Firma „Lauschtour“ Gästeführer Klaus Holzer interviewt. © Lauschtour

Interviews mit Experten

Wer sich die App herunterlädt, kann an sich an touristisch interessanten Punkten akustisch informieren lassen. Monika Seynsche von der in Mainz ansässigen Firma „Lauschtour“ hat dafür Interviews mit Experten für die jeweiligen Orte geführt. Auf der Halde hat sie zum Beispiel mit Gästeführer Klaus Holzer gesprochen, mit Naturschützer Karl-Heinz Kühnapfel am Beversee und mit dem Leiter des Stadtmuseums, Mark Schrader, im Römerpark. Die Gespräche lassen sich mit Hilfe der App abspielen. „Auch die einleitenden Texte hat ,Lauschtour‘ inzwischen fertiggestellt“, berichtet Reichert. Derzeit arbeiten die Mainzer daran, dass man die App demnächst in den diversen App-Stores herunterladen kann.

Für die „Lauschtour“-App wirbt die Stadt auch offline

Museumschef Mark Schrader erläutert im Römerpark die antike Vergangenheit Oberadens. © Lauschtour

Schilder mit QR-Codes

Der städtischen Tourismusförderung obliegt der Offline-Bereich. So will Reichert an den verschiedenen Stationen noch Schilder aufstellen, die auf das Angebot hinweisen und auf denen ein entsprechender QR-Code abgebildet ist. Die „Lauschtour“-Nutzer können die Marina, die Halde, den Beversee, die Ökologie-Station, das Stadtmuseum und den Römerpark besuchen. An einigen Orten, zum Beispiel auf der Halde und an der Ökologie-Station, gibt es mehre Punkte, an denen sich Informationen abspielen lassen.

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Kein regelrechter Rundgang

Die Bergkamener „Lauschtour“ unterscheidet sich von den Apps, die das Mainzer Unternehmen für andere Städte entwickelt hat, weil es sich um keinen regelrechten Rundgang handelt. „Man kann die Stationen auch einzeln ansteuern“, erläutert Reichert. So ist das Angebot zum Beispiel insbesondere für Radfahrer gedacht, die auf der Römer-Lippe-Route unterwegs sind und sich über einige oder auch alle Bergkamener Sehenswürdigkeiten informieren wollen.

„Nach meinen Informationen sind wir die ersten Stadt in der Region, die eine ,Lauschtour‘ anbietet, sagt Reichert. Deshalb werden auch der Regionalverband Ruhr und die Ruhrtourismus GmbH das neue Angebot für Bergkamen-Besucher bewerben.

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Informationen zur Wasserstadt

Ein Bestandteil der „Lauschtour“ soll auch die Wasserstadt Aden werden, die auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Haus Aden entsteht. Die Stadt hat bereits im vergangenen Jahr eine Aussichtsplattform am Nordufer des Datteln-Hamm-Kanals installiert, an dem auch Info-Tafeln installiert sind. Reichert will ähnliche Möglichkeiten für die „Lauschtour“ nutzen, um Informationen über den geplanten neuen Stadtteil zu informieren. Dabei setzt sie allerdings ebenfalls eher auf Offline-Medien. Denn bei einem Projekt wie der Wasserstadt stößt das Konzept der „Lauschtour“ dann doch an seine Grenzen: „Wenn die Bauarbeiten erst einmal begonnen haben, wird sich ja ständig etwas ändern“, meint Reichert. Deshalb sei es wenig sinnvoll, ein Interview zur Wasserstadt in die App einzuspielen.

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