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Endlich freie Fahrt für Bergkamener Rollstuhlfahrerin

dz„Rampe für Karen“

Die Rampe, die Karen Falkenberg als Rollstuhlfahrerin so dringend benötigt, um ohne fremde Hilfe das eigene Haus zu verlassen, ist fertig. Nach etwas mehr als einem halben Jahr kann sie nun das Haus und Grundstück eigenständig durch den Garten verlassen.

Bergkamen

, 24.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Ermöglicht durch das Engagement und die tatkräftige Hilfe vieler Freiwilliger. Und ein durchaus positives Beispiel für die Macht der Social-Mediawelt. Denn ein Blogeintrag der Bergkamenerin löste via Facebook eine Welle der Hilfsbereitschaft aus. Unter dem Motto „Rampe für Karen“ planten, schleppten, und bauten die Helfer die so dringend benötigte Rampe quer durch den Garten zur Straße.

Spendengelder

„Genial“, sagt Karen Falkenberg. „Das hätten wir allein nicht stemmen können.“ Der Weg über die Treppe und Haustür ist unmöglich, der Umweg durch den Garten zur Straße ohne Rampe bliebe ihr ebenfalls verwehrt. So hatte ein Architekt anfangs die Kosten für den Bau der Rampe mit rund 60.000 Euro kalkuliert. Mittlerweile sind es 38.000 Euro, die das Projekt bislang gekostet hat. „Doch mit Hilfe der Spendengelder, einem Zuschuss aus dem Fördertopf des LWL, finanzieller Unterstützung aus der Familie und eigenen Mitteln haben wir es jetzt doch geschafft“, sagt Karen Falkenberg. Aus eigener Tasche konnte die Familie das Geld nicht aufbringen.

Keine Wertsteigerung

Kreditanfragen der Unternehmerin bei heimischen Geldinstituten fielen im Herbst vergangenen Jahres negativ aus: Eine Rampe sei keine Wertsteigerung für das Haus, da könne sie das Geld gleich verbrennen oder aber besser eine barrierefreie Wohnung kaufen, hieß es damals. Doch Karen Falkenberg, ihr Mann Bernd, die zwei Töchter und die vielen Helfer haben es nun auch so geschafft. Der Weg war mühsam, und noch immer ist nicht alles komplett fertig, aber für Karen Falkenberg ist es das Wichtigste, dass sie wieder ohne Hilfe das Haus verlassen kann. „Die Möglichkeit, dass ich wieder weitgehend unabhängig bin, bedeutet für mich so viel mehr Lebensqualität.“

Denn die 52-Jährige ist als selbstständige Unternehmerin viel unterwegs und darauf angewiesen, flexibel zu sein. Die Krankheit, die sie vor zwei Jahren dazu zwang, einen Rollstuhl zu benutzen, hat sie auch beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt.

Doch der Zusammenhalt und das Engagement, das sie durch die Netzwerk-Community erfahren hat, machen ihr Mut. Allein der Winter zwang die Helfer, eine vorübergehende Pause einzulegen. Ansonsten waren an vielen Wochenenden oder in ihrer Freizeit immer wieder Freiwillige im Garten und Haus der Falkenbergs unterwegs, um gemeinsam zu planen und mit anzupacken.

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