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Die Radler nutzen ihren Weg auch ohne offizielle Freigabe

dzLandwehrstraße

Der neue Radweg an der Landwehrstraße ist so gut wie fertig, aber noch nicht freigegeben. Und eigentlich auch noch abgesperrt. Manche Radler schert das allerdings nicht besonders.

Overberge

, 23.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Auf dem frisch asphaltierten Radweg an der Landwehrstraße herrscht durchaus schon reger Verkehr. Trotz der Absperrung, die die Mitarbeiter der Firma Mennigmann Garten- und Landschaftsbau GmbH aus Hamm aufgestellt haben. „Die müssen sie regelmäßig aus dem Wald holen“, berichtet der städtische Radverkehrsbeauftragte Hans Irmisch.

Radeln auf eigenes Risiko

Offenbar gibt es durchaus Radfahrer, die nicht einsehen, auf der viel befahrenen Straße radeln zu müssen, obwohl parallel dazu eine fertig asphaltierte Strecke zur Verfügung steht. Wer sie allerdings benutzt, tut das auf eigenes Risiko. Bevor der Radweg nicht freigegeben ist, übernehmen weder die Stadt noch die ausführende Firma irgendeine Haftung, betont Irmisch. Und bevor der Radweg ganz legal benutzt werden darf, muss erst einmal der Bauherr sein OK geben. Das ist der Landesbetrieb Straßen.NRW, der das Projekt als „Bürgerradweg“ finanziert hat.

Die Radler nutzen ihren Weg auch ohne offizielle Freigabe

Der neue Radweg verläuft südlich der Landwehrstraße © StepMap


Das Land zahlt 266.000 Euro

Dafür haben die Landesstraßenbauer 266.000 Euro beigesteuert. Die Stadt hat die Planung übernommen und einen Eigenanteil von 28.000 Euro gezahlt. Die Abnahme des Radweges ist nach Irmisch Angaben in der Woche ab dem 6. Mai geplant. Doch selbst wenn die Vertreter von Straßen.NRW nichts zu bemängeln haben, kann die Freigabe immer noch nicht erfolgen. „Es müssen noch Markierungen auf die Straße aufgebracht werden und Radweg-Schilder aufgestellt werden“, sagt Irmisch.

Warten auf den Markierungsmaler

Die Beschilderung ist wahrscheinlich das geringere Problem. Aber der Radverkehrsbeauftragte weiß noch nicht, wann der Markierungsmaler Zeit hat, seinen Auftrag in Bergkamen zu erledigen. Irmisch rechnet aber damit, dass auch dies in absehbarer Zeit erfolgt. Der Radweg reicht von der Einmündung der Hansastraße bis zur Brücke über die Autobahn A1. Die will Straßen.NRW demnächst umbauen. Das letzte, etwa 150 Meter lange Radwegstück ist deshalb nicht asphaltiert, sondern mit einer so genannten wassergebundenen Decke versehen.

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In Hamm soll es irgendwann weiter gehen

Dieses Provisorium soll erst nach den Brückenumbau endgültig beseitigt werden. Auf Hammer Seite soll der Radweg später bis zum Neustädter Weg fortgeführt werden. Dass Bedarf für den Radweg besteht, ist daran zu erkennen, dass er schon vor der Freigabe genutzt wird. Als Behördenvertreter kann Irmisch es das natürlich nicht gutheißen: „Aber wenn dort überhaupt niemand fahren würde, wären wir auch nicht zufrieden.“

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