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Die Bergkamener Familienpaten blicken über die Stadtgrenzen hinaus

dzFamilienpaten

So langsam aber sicher wird es für Kordula Plancke vom Verein Familiäre Kindertagesbetreuung schwierig, Bergkamener zu finden, die sich als Familienpaten engagieren wollen. Deshalb arbeitet sie jetzt mit Nachbarstädten zusammen, die ähnliche Projekte anbieten.

Bergkamen

, 17.07.2018 / Lesedauer: 3 min

So langsam aber sicher wird es für Kordula Plancke vom Verein Familiäre Kindertagesbetreuung schwierig, Bergkamener zu finden, die sich als Familienpaten engagieren wollen. Deshalb arbeitet sie jetzt mit Nachbarstädten zusammen, die ähnliche Projekte anbieten.

Die nächste Ausbildung für Familienpaten soll nach den Sommerferien am 24. September beginnen. Und damit ausreichend Teilnehmer zusammen kommen, werden daran angehende Paten aus verschiedenen Kommunen teilnehmen, zum Beispiel aus Kamen und Werne. Weil Bergkamen relativ zentral liegt, werden sich die Lehrgangsteilnehmer im Pestalozzihaus treffen. Der Kurs dort läuft bis zum 3. Dezember, damit sich die angehenden Paten ausführlich auf ihre Aufgaben vorbereiten können. Sie sollen Familien mit Kinder bei der Alltags- oder Haushaltsorganisation unterstützen. „Die Paten kommen dann in ihren jeweiligen Städten zum Einsatz“, erläutert Plancke. „Wichtig ist, dass es dort eine Organisation gibt, an die das Paten-Projekt angebunden ist.“

In Bergkamen ist das der Verein Familiäre Kindertagesbetreuung, der auch Tagesmütter vermittelt. Familienpaten gibt es hier seit dem Jahr 2012. Ins Leben gerufen hat das Projekt der „Runde Tisch“, ein Zusammenschluss von Vereinen und Institutionen, die sich für Bergkamener Kinder einsetzen. Und es ist durchaus erfolgreich. So erfolgreich, dass es inzwischenmehr Familien gibt, die einen Paten möchten, als freiwillige Helfer bereitstehen. „Wir führen eine Warteliste“, sagt Plancke.

Das hängt auch damit zusammen, dass es unter den ausgebildeten Paten eine gewisse Fluktuation gibt, einige ihr Engagement nach einer einiger Zeit beenden oder zumindest unterbrechen. „Das ist aber ganz normal“, meint Plancke. Aktuell stehen ihr 15 ausgebildete Paten zur Verfügung. Aber nur neun betreuen auch tatsächlich eine Familie. Drei nehmen derzeit eine Auszeit. Drei andere, die die Schulung vor nicht allzu langer Zeit hinter sich haben, befinden sich noch in der Einarbeitungsphase und werden sich demnächst mit einer Familie treffen: „Man muss ja auch schauen, ob sie zueinander passen“, sagt Plancke.

Dass es derzeit an Paten und vor allem an neuen Bewerbern mangelt, hängt wohl damit zusammen, dass das Potenzial an ehrenamtlich engagierten in einer Stadt wie Bergkamen irgendwann ausgeschöpft ist. Und da das in den Nachbarkommunen ähnlich aussieht, ist die Idee entstanden, auch stadtgrenzenübergreifend zusammenzuarbeiten.

Und das betrifft nicht nur die Ausbildung. Denn auch die aktiven Paten sollen sich austauschen können und von den Erfahrungen der anderen profitieren: „Wir planen für den 15. Februar 2019 einen kreisweiten Familienpaten-Tag“, kündigt Plancke. Und der Ort, an dem die Paten und ihre Unterstützer zusammenkommen sollen, steht auch schon fest: Das Bergkamener Volkshochschul-Gebäude „Treffpunkt“.

Wer sich für das Projekt Familienpaten interessiert, kann sich an den Verein Familiäre Kinder–Tagesbetreuung wenden. Er ist zu erreichen am Lüttke Holz 11, Telefon: (02307) 280633, E-Mail buero@famkitabe.de Das Familienpaten-Projekt hat auch eine eigene Homepage
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