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Das Mädchen- und Frauennetzwerk feiert sein 20-jähriges Bestehen – und blickt zurück

dzJubiläum

Das Mädchen- und Frauennetzwerk unterstützt Frauen und Familien seit 1998. Zum 20. Jubiläum erinnern sich die Mitglieder an die Anfänge: Einiges hat sich verändert, vieles nicht.

Bergkamen

, 20.09.2018 / Lesedauer: 3 min

„Wir können nicht die ganze Welt verändern, aber in unserem Sprengel können wir etwas erreichen. Und das klappt ganz gut“ – so fasst Andrea Brinkmann die Zusammenarbeit innerhalb des Mädchen-und Frauennetzwerkes der letzten 20 Jahre zusammen. Anlässlich des 20. Jubiläums blicken die Mitglieder auf die Geschichte des Netzwerkes zurück – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Das Strukturteam hat eine Broschüre erstellt, in dem die wichtigsten Ereignisse von Jahr zu Jahr aufgelistet sind.

Gleiche Themen, neuer Umgang

Seit der Gründung im Jahr 1998 hat sich vieles getan, aber die Themen sind geblieben. Darüber sind sich die Frauen des Netzwerkes einig. Damals wie heute setzen sie sich mit Aktionen für häusliche Frieden ein, für die gleichgerechte Bezahlung von Mann und Frau, Chancengleichheit und vieles mehr. Während die Inhalte, wie beispielsweise die Beziehung zwischen Mutter und Kind, seit 20 Jahren ein Thema für das Netzwerk sind, hat sich am Umgang mit den Problemen viel verändert – beispielsweise durch den Medieneinsatz. Man habe manchmal das Gefühl, dass das Handy wichtiger sei als das Kind, kritisiert Monika Wernau, die als stellvertretende Bürgermeistern an der Jubiläumsveranstaltung an diesem Donnerstag teilnahm.

Am Puls der Zeit

Die neuen Medien führen aber nicht nur zu neuen Problemen – sondern auch neuen Anforderungen an das Netzwerk, das sich auf die Fahnen geschrieben hat, immer am Puls der Zeit zu sein. Vor zehn Jahren bedeute das, mit Aktionen beim damals neu eingeführten „Equal Pay Day“ dabei zu sein, heute bedeutet das, sich per WhatsApp zu verständigen und die Broschüre nicht nur in Papierform, sondern auch online zur Verfügung zu stellen. „Wir sind stolz auf unsere Internetseite“, sagt Martina Bierkämper, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Bergkamen. Doch das ist nicht das einzige, worauf die Netzwerkerinnen stolz sind. „Die Arbeit geht über normales Engagement hinaus“, sagt Martina Ricks-Osei vom Frauenforum im Kreis Unna. Anfangs setzte sich das Netzwerk aus Ehrenamtlerinnen zusammen, heute bilden hauptsächlich hauptberufliche Mitglieder das Netzwerk.

2005 war ein besonderes Jahr

Besonders gut können sich die Netzwerkerinnen an das Jahr 2005 erinnern – dem Jahr, in dem die Netzwerkarbeit neu strukturiert wurde. Davor seien es immer lose Zusammentreffen gewesen, mit der Neuaufstellung habe es dann aber keinen Grund mehr gegeben, nicht zu kommen, erzählt Brinkmann. Seitdem treffen sich festgelegte Vertreter der Einrichtungen vier Mal im Jahr. Mit der Arbeitsplatzbeschreibung „Mitglied im Mädchen- und Frauennetzwerk“ werde die Arbeit der Frauen seitdem wertgeschätzt, so Bierkämper.

Was diese Arbeit besonders wertvoll macht, sind die kurzen Wege unter den Mitgliedern. Gebe es Probleme mit einer Frau, die die eigene Einrichtung nicht lösen kann, könne kurzerhand eine Kollegin aus dem Netzwerk kontaktiert werden und schon ist Hilfe da, erzählt Brinkmann. Doch nicht nur in Notfälle ist die Vernetzung der Einrichtungen goldwert, sondern auch für die nahtlose Unterstützung der Familien. Als „Brückenbauer“ sorgen sie dafür, dass Hilfebedürftige die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, man ist nicht alleine.“

Infos zum Netzwerk und die Broschüre gibt es hier
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