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Bergkamener stiehlt wiederholt mit und ohne Waffen

dzHaftstrafe

Das Gericht verurteilt einen 28-Jährigen Bergkamener zu sieben Monaten Haft ohne Bewährung. Etliche Vorstrafen, Hafterfahrung und laufende Bewährung konnten einen 28-Jährigen nicht davon abhalten in Bergkamen und Umgebung Diebstähle zu begehen. Das soll ihn nun erneut die Freiheit kosten.

von Sylvia Mönnig

Bergkamen

, 07.08.2018 / Lesedauer: 2 min

Diebstahl, Diebstahl mit Waffen oder räuberischer Diebstahl – wenn der 28-Jährige in der Vergangenheit mit dem Gesetz in Konflikt geriet, ging es in den meisten Fällen um Eigentumsdelikte. Und dabei spielten offenbar Drogen und Alkohol eine tragende Rolle. Zuletzt war er ohne festen Wohnsitz. Seine aktuelle Tat-Serie begann im Juni vergangenen Jahres. Aus einem Keller klaute er ein Fahrrad, von dem er dann Einzelteile für seinen eigenen Drahtesel nutzte. Anfang November schlug er in Bergkamen zu und stahl im Supermarkt eine Flasche Wodka. Ende Januar versuchte er sein Glück noch zwei Mal in Bergkamen.

Im Discounter ließ er Wiener Würstchen verschwinden und in einem anderen Geschäft zwei DVDs sowie Pflegeprodukte. Er wurde jedes Mal erwischt und landete zuletzt in U-Haft.

Die Ladendiebstähle räumte er nun vor dem Amtsgericht Unna sofort ein. Bei dem Fahrrad tat er sich indes schwer und behauptete zunächst, dass er das von einem Kumpel als Geschenk erhalten habe. Erst nach einem Gespräch mit seinem Verteidiger konnte sich der 28-Jährige auch bei diesem Punkt der Anklage zu einem Geständnis durchringen.

Das und die Tatsache, dass alle Taten bereits etwas länger zurücklagen, wirkten sich zu seinen Gunsten aus. Auf der anderen Seite standen neun Eintragungen im Strafregister, die Hafterfahrung und die laufende Bewährung. Zudem hielt er keinen Kontakt zu seiner Betreuerin, schlug also alle Hilfsangebote aus. Die Obdachlosigkeit und der Umstand, dass er keinen Job hatte, kamen erschwerend hinzu.

Eine positive Sozialprognose konnte unter den Umständen keinesfalls bejaht werden.

Das Gericht verurteilte ihn zu sieben Monaten Haft ohne Bewährung. Allerdings kann er Berufung gegen das Urteil einlegen und die Zeit bis zum neuen Prozess nutzen, um sein Leben in den Griff zu bekommen. Dann könnte er vielleicht doch noch die erhoffte Bewährungschance erhalten.

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