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Bergkamener Schüler organisieren Bildungsmesse

Willy-Brandt-Gesamtschule

Mit der Beteiligung von rund 40 Unternehmen stellen Schüler der Willy-Brandt-Gesamtschule eine große Bildungsmesse auf die Beine. Sie organisieren alles selbst - vom Anschreiben über den Aufbau bis zum Catering. Und sie haben Erfolg.

Bergkamen

, 10.07.2018 / Lesedauer: 3 min
Bergkamener Schüler organisieren Bildungsmesse

Anisa, Adalina und Tuana informieren sich bei Birte Schneider (l.) und Marieke Kahl (r.) über die Berufsmöglichkeiten in einem Bestattungsunternehmen. Drawe © Marcel Drawe

Im Rahmen des alljährlichen Programmes der Studien- und Berufsorientierung haben die Schüler die Berufsmesse selbstständig organisiert, die die Schülerinnen und Schüler bei ihrer Berufs- und Studienwahl sowie der Praktikumssuche unterstützen soll. Es wird ein breites Spektrum angeboten. An rund 40 Ständen der Unternehmen aus den unterschiedlichen Bereichen gibt es für die Schüler aus den Jahrgängen 8 bis 12 Informationen über Studium, Ausbildung und Berufschancen direkt aus erster Hand.

Gefährlich muss nicht sein

Gina besucht die elfte Klasse und belagert mit einigen Mitschülern den Stand der Polizei. Konkret habe sie sich mit diesem Beruf noch nicht auseinandergesetzt, erklärt die Schülerin, sondern eher spontan das Gespräch mit Polizeihauptkommissar Burkhard Stratmann gesucht. Und ganz schnell entschieden, dass dieser Beruf für sie nicht in Frage kommt. „Kann ich denn dort auch im Büro arbeiten“, will die Jugendliche zuvor von ihm wissen und schiebt vorsichtshalber ein „was Gefährliches muss es nicht unbedingt sein“ hinterher. Eine Variante, die sich in diesem Beruf nicht erfüllen lässt: „Das ist schon gefährlich“, gibt Stratmann zu. „Stell dir vor, du wirst von der Leitstelle mit dem Streifenwagen zu einem Einsatz gerufen, wo es um tätliche Auseinandersetzungen geht. Da musst du dann hin.“ Deshalb, so gibt der Beamte der jungen Frau mit auf den Weg, müsse sich jeder schon vor einer Bewerbung auch über dieses Thema Gedanken machen.“

Bund mit 120 Chancen

Dichtes Gedränge herrscht an diesem Morgen auch immer wieder am Stand der Bundeswehr. Hier stehen die Karriereberater Christoph Koerdt und Patrick Klepping für Gespräche bereit. „Je jünger diejenigen sind, die zu uns kommen, desto vager sind auch die Vorstellungen“, sagt Koerdt und betont: „Wir überreden nicht, aber wir informieren über mehr als 120 Ausbildungsmöglichkeiten, die die Bundeswehr bietet.“ Und die möchten scheinbar viele kennenlernen. Für die Karriereberater nichts Ungewöhnliches. „Das kennen wir schon von anderen Messen.“

Ein wenig Leerlauf herrscht dagegen gerade am Stand der Volksbank: Ob er denn Informationen zur Ausbildung oder Praktika bei der Bank haben möchte, fragt Volksbankmitarbeiter Thomas Gickel einen Schüler. Der grinst aber nur freundlich, schnappt sich eine Tüte Gummibärchen und zieht weiter. Allerdings: „Wir haben bislang nur gute Erfahrungen damit gemacht, wenn wir unsere Arbeit auf Berufs- und Studienmessen vorgestellt haben“, sagt Gickel. An die fünf Ausbildungsstellen bietet die Bank pro Jahr an – bei entsprechenden Voraussetzungen und guten Noten mit der Chance auf Übernahme.

Auf Praktikumssuche

Daniel Becker, der gemeinsam mit seiner Kollegin Julia Koerdt als Lehrer an der Gesamtschule die AG „Perspektive Hoffnung“ betreut, ist stolz auf das, was die Schüler in den vergangenen Wochen gestemmt an: „Sie haben diese Bildungsmesse, die es in diesem Umfang bei uns bislang noch nicht gab, eigenständig organisiert. Angefangen von den Anschreiben an die beteiligten Unternehmen über den Aufbau bis zum Catering.“ Mitgemacht haben nicht nur Banken, Polizei, Bundeswehr, die Stadt, Bayer und die Gemeinschaftsstadtwerke, sondern auch Autohäuser, Bestatter und Pflegedienste. Außerdem stellten die beteiligten Hochschulen ihre Studiengänge nicht nur an den Infoständen vor, sondern boten Vorträge im studio theater an.

Für die Gesamtschüler bot die Bildungsmesse nicht nur die Gelegenheit, mehr über Ausbildungen und Studium zu erfahren, sondern mit Blick auf die Vielfalt auch schon den einen oder anderen Praktikumsplatz festzumachen.

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