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Bergkamener Bauaufsicht schaut beim „Toscana“ genauer hin

Leerstehende Immobilie

Auch den Bauaufsehern der Stadt Bergkamen ist aufgefallen, dass im leer stehenden „Toscana“ Bauarbeiten laufen. Allerdings hatten sie bisher keinen Kontakt zum Eigentümer der Immobilie. Deshalb schauen sie jetzt genauer hin.

Bergkamen

von Johannes Brüne

, 27.06.2018 / Lesedauer: 3 min
Bergkamener Bauaufsicht schaut beim „Toscana“ genauer hin

Wegen der unübersehbaren Bauarbeiten im ehemaligen „Toscana“ hat die städtische Bauaufsicht bereits einen Kontrolleur zur Bambergstraße geschickt. Allzu viel hat der aber nicht herausgefunden. Milk © Stefan Milk

Im ehemaligen Landgasthaus „Toscana“ tut sich was. In dem seit geraumer Zeit leerstehenden Gebäude an der Bambergstraße laufen unübersehbar Bauarbeiten. Ausweislich eines Zettels, der an der an der Eingangstür hängt, ist dafür die „Yildiz GmbH“ zuständig, die „Zimmer Vermietung (Hotel)“ anbietet. Als Adresse ist die Bambergstraße 89 angegeben, die Anschrift des bisherigen „Toscana“.

Hinter der GmbH steht offenbar ein Unternehmer aus Bergkamen. Wer die auf dem Zettel angegeben Mobilfunknummer wählt, bekommt ihn ans Telefon. Und merkt bald, dass der Mann weder besonders freundlich noch besonders auskunftsbereit auf Anrufe reagiert. Insbesondere Fragen zu seinen Geschäften möchte er lieber nicht beantworten.

Möglicherweise bekommt er demnächst aber einen Anruf von offizieller Seite. Denn auch die Bauaufsicht der Stadt Bergkamen ist inzwischen auf die Arbeiten in dem leer stehenden Gebäude aufmerksam geworden.

Ein Eigentümer-Wechsel der Immobilie sei der Stadt bisher nicht angezeigt worden, berichtet Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters auf Nachfrage. Auch ein Antrag für eine Umbaugenehmigung oder eine Nutzungsänderung sei im Rathaus nicht eingegangen.

Je nachdem, was der Besitzer mit dem Gebäude vorhat, ist die gar nicht unbedingt notwendig. Wenn er lediglich das Restaurant neu eröffnen will und dafür Sanierungsarbeiten vornimmt, braucht er dafür laut Peters keine Genehmigung. Anders sieht es schon aus, wenn die Statik von den Bauarbeiten betroffen ist oder eine vollständig andere Nutzung des Gebäudes angestrebt wird. Das alles könne die Behörde erst beurteilen, wenn sie die Pläne des Eigentümers kennt, erläutert der Dezernent. Von Kontrollen beim Vorbetreiber wisse er zum Beispiel, dass es bei den Gästezimmern im Dachgeschoss Probleme mit dem Brandschutz geben könne.

Da die Bauarbeiten an dem Gebäude sehr offenkundig seien, habe die Bauaufsicht bereits einen Kontrolleur losgeschickt, berichtet Peters. „Der hatte aber nur teilweise Erfog.“ Offenbar traf er weder den Eigentümer an, noch gelang es ihm, ins Gebäudeinnere zu gelangen.

Peters kündigt weitere Kontrollbesuche an. Zugleich hofft er, dass sich der Eigentümer noch bei der Stadt meldet. Es sei ja in dessen eigenem Interesse zu erfahren, ob er eine Genehmigung benötigt, bevor er Geld in den Umbau des Gebäudes investiert, argumentiert der Dezernent.

Für den Fall, dass die Bauaufsicht weiterhin im Unklaren bleibt, was sich gerade im früheren Toscana abspielt, stehen ihr allerdings auch durchaus Druckmittel zur Verfügung, betont Peters: „Notfalls müssen wir uns zwangsweise Zugang verschaffen.“

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