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Bergkamen will bei Bürgern für Fotovoltaik werben

dzKlimaschutz

Die Handlungsanleitung zum Bergkamener Klimaschutzkonzept ist zwar noch in Arbeit. Der Umweltbeauftragte Heiko Busch kann aber schon die ersten Konsequenzen aus den Workshops zum Konzept absehen. Unter anderem will die Stadt bei ihren Bürgern aktivere für die Fotovoltaik werben.

Bergkamen

, 01.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Die Ergebnisse der Workshops zum Bergkamener Klimakonzept in den vergangenen Wochen werden zwar noch ausgewertet. Der städtische Umweltbeauftragte Heiko Busch sieht aber schon erste Handlungsansätze – zum Beispiel bei den regenerativen Energien. „Es reicht wohl nicht aus, Interessierten Ansprechpartner zu nennen, die sie beraten können. Wir müssen aktiver in der Öffentlichkeit dafür werben, Fotovoltaikanlagen aufs Dach zu bauen“, sagt Busch. Nur so lasse sich der Anteil der regenerativen Energieerzeugung in Bergkamen effektiv vergrößern – denn vielen Hauseigentümern, deren Dächer für eine solche Anlage in Frage kommt, wüssten nicht, welche Vorteile sie hätten.

Die Fotovoltaik wird wohl auch deshalb eine große Rolle im Klimaschutzkonzept spielen, weil große Windräder – eine Art Symbol für die Befürworter der Energieerzeugung aus regenerativen Quellen – in Bergkamen praktisch nicht mehr gebaut werden können. In der Diskussion im Workshop sei mehrfach angemahnt worden, ob es nicht doch möglich sei, ein Windvorranggebiet in der Stadt auszuweisen. Das sei schon nach den bisherigen Richtlinien praktisch unmöglich gewesen. „Die Vorstellungen der neuen Landesregierung machen es nicht leichter“, sagt Busch. Unter anderem sehen deren neue Richtlinien einen noch größeren Mindestabstand zur nächsten Wohnbebauung vor.

Ganz aufgeben will Busch das Thema Windkraft aber dennoch nicht. Er will unter anderem prüfen, ob sich nicht Klein-Windkraftanlagen im Stadtgebiet installierenlassen – zum Beispiel in Gewerbegebieten oder auch im privaten Raum, wenn Bürger Interesse daran und genügend Platz auf ihrem Grundstück haben.

Neben der Energieerzeugung spielte auch das Thema Mobilität eine große Rolle bei den Workshops, zu denen Busch Bürger und Unternehmen eingeladen hatte. Es habe eine ganze Reihe von Ideen und Vorschläge gegeben, wie die Bergkamener zum Umsteigen vom Auto auf das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel bewegt werden könnten – oder dass sie kurze Strecken auch einfach einmal zu Fuß gehen. Dabei sei es auch um den Ausbau und die Instandhaltung der Radwege gegangen.

Das Beratungsbüro, das die Stadt engagiert hat, soll aus den Vorschlägen in den Workshops einen Handlungsleitfaden erarbeiten. Darin fließen auch Ideen aus einem Workshop ein, den die Stadtverwaltung intern abgehalten hat. Diesen Handlungsleitfaden will Busch über den Umweltausschuss in die politische Beratung einbringen – und der Stadtrat soll ihn beschließen. Der Umweltbeauftragte geht davon aus, dass der Leitfaden in der Dezembersitzung des Stadtrats beschlussfähig ist.

Auch wenn die Workshops abgelaufen sind, können sich Bürger noch mit Ideen bei ihm melden.

Der städtische Umweltbeauftragte Heiko Busch ist unter Tel. (0 23 07)96 53 91 zu erreichen.
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