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Beim Osterspaziergang blicken die Straßenbau-Gegner auf die Ratssitzung im Juni

dzProtest gegen L 821n

Die Gegner der umstrittenen Umgehungsstraße L 821n nutzen den Ostersonntag für einen Spaziergang, um ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Dabei kommt auch ein Mann der Kirche zu Wort.

von Sharin Leitheiser

21.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Bei den Rodungsarbeiten entlang der Trasse für die geplanten Umgehungsstraße L821-n im Frühjahr hatten sie nur zusehen können: Trotzdem geben die Mitglieder der Bergkamener Bürgerinitiative „L821n NEIN“ nicht auf. Nach zweiwöchiger Pause versammelten sich am Sonntag rund 60 von ihnen zu einem Oster-Protestspaziergang.

Beim Osterspaziergang blicken die Straßenbau-Gegner auf die Ratssitzung im Juni

Rolf Humbach, der Sprecher der Bürgerinitiative. © Stefan Milk



Stadtratssitzung im Juni

Mit Blick auf die anstehende Stadtratssitzung am 6. Juni zeigten sich die Demonstranten rund um BI-Sprecher Rolf Humbach siegessicher. Im März hatten sie einen Bürgerantrag mit insgesamt 3049 Unterschriften an Bürgermeister Roland Schäfer übergeben. „Dieser Antrag wird ein zentraler Punkt der Ratssitzung sein – und ich denke, es wird eine faustdicke Überraschung geben“, kündigte Humbach an. Mehr dürfe er zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten. „Aber Verkehrsminister Wüst hat bekanntlich versprochen, dass die Umgehungsstraße nicht gebaut wird, wenn sich die politische Mehrheit in Bergkamen dagegen ausspricht.“

Beim Osterspaziergang blicken die Straßenbau-Gegner auf die Ratssitzung im Juni

Die Osterspaziergänger brachten ihren Protest gegen den Straßenbau zum Ausdruck. © Stefan Milk


Pächter zögern Start der Bauarbeiten hinaus

Abgesehen davon müssten die Bauarbeiten für die L821n ohnehin auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Im Juli diesen Jahres werde am Kuhbach sicher noch nichts passieren. Der Grund: Nicht alle Flächen im ersten Bauabschnitt an der Lünener Straße gehören Straßen.NRW.

„Zwei Eigentümer stehen dem Bauvorhaben noch im Weg“, so Humbach. Einer davon sei der Bergkamener Landwirt Friedrich Mertin. Mitten in seiner Apfelplantage soll eben jener Kreisverkehr entstehen, der die Lünener Straße und die L821n später verbinden wird. „Dagegen will er sich gemeinsam mit uns zur Wehr setzen. Mertin hat bereits das Mandat an unseren Rechtsanwalt übertragen“, sagte Humbach.

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Gastredner aus Kirchenkreisen

Ermutigende Worte zu Ostern fand auch Diakon Michael Wolf aus Oberaden. Er war dieses Mal als eine Art „Sonderredner“ zum Protest-Spaziergang entlang der 1,8 Kilometer langen L821n-Route eingeladen. „Die Kirche soll sich zu Recht aus politischen Angelegenheiten heraushalten“, befand Wolf, „aber gerade die Osterzeit lehrt uns, auf- und für unsere Interessen einzustehen.“

Die Demonstranten stapften teilweise mit Kinderwagen über die Felder; viele trugen Banner, Schilder oder Warnwesten. Ein weiterer Protest-Spaziergang sei jedoch erst einmal nicht geplant, sagte BI-Sprecher Gerhard Dastig: „Am 1. Mai werden wir aber bei der Kundgebung des IG BCE-Regionalforums an der Römerberg-Sporthalle präsent sein.“

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