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Autofahrer müssen sich schon ab Montag auf lange Umwege einstellen. Der Landesbetrieb Straßen.NRW sperrt den Bahnübergang Jahnstraße. Der Verkehr kann erst im Frühjahr 2019 wieder rollen über die Straße rollen.

Bergkamen

, 05.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Eigentlich sollte der Übergang erst im August für den Verkehr gesperrt werden – dann, wenn das Aufschütten des neuen Damms beginnt, auf dem die Jahnstraße künftig verläuft, um die Hamm-Osterfelder Bahn zu überqueren. Jetzt hat sich die Landesbehörde aber entschlossen, die Sperrung schon vorzuziehen. Der Grund sind die Arbeiten am nördlichen Widerlager der Brücke, die künftig über die Bahn führen soll. „Dafür benötigen wir die Hälfte der Fahrbahn“, sagt Peter Beiske, Sprecher der Niederlassung Ruhr von Straßen.NRW in Bochum. Da es kaum möglich sei, den Verkehr über den beschrankten Bahnübergang einspurig zu führen, sperrt die Behörde den gesamten Übergang. Die Sperrung gilt ab Montag, 9. Juli, 9 Uhr.

Schon allein der Bau des zweiten Widerlagers nimmt einige Wochen in Anspruch, Zurzeit baut das Unternehmen, das die Arbeiten ausführt, die Verschalung des schon fertigen Widerlagers spiegelverkehrt auf der anderen Seite der Bahnlinie wieder auf. Es dauert etwa vier Wochen, bis das Stahlgerüst im Inneren des Widerlagers fertig ist, dann sollen die Betonierungsarbeiten beginnen. Beiske geht davon aus, dass sie ebenfalls längere Zeit dauern. Es ist so viel Beton erforderlich, dass er in mehreren Bauabschnitten aufgebracht werden muss.

Dammarbeiten

Bis das Bauwerk fertig ist, sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass der Damm angeschüttet werden kann, auf dem die Jahnstraße künftig über die Bahnbrücke verlaufen soll. Er soll westlich der bisherigen Straße entstehen. Straßen.NRW hatte dafür eigens zwei Gebäude gekauft und abreißen lassen, um Platz für das Bauwerk zu machen.

Der Verkehr kann erst wieder über die Bahn rollen, wenn der Damm und die neue Straße fertig sind. Beiske geht davon aus, dass das im Frühjahr kommenden Jahre sein wird. Auf ein genaues Daum will sich die Landesbehörde allerdings nicht festlegen. Der Baufortschritt hänge stark davon ab, wie der Winter ausfällt. „Bei einen sehr strengen Winter kann es sein, dass die Baustelle über mehrere Wochen oder sogar drei Monate stillliegt. Diese Zeit müssen wir zur Bauzeit dazurechnen“, sagt der Straßen.NRW-Sprecher. Probleme mit den Sperrzeiten für die Hamm-Osterfelder Bahn, die mit der Deutschen Bahn vereinbart sind, bekommt die Landesbehörde übrigens nicht, wenn sie die Baustelle im Winter, wegen der Witterung stelllegen muss. Die Sperrzeiten beträfen nur Arbeiten, die bis zum Winter erledigt sein sollen, sagte Beiske.

Bis zur Freigabe der Jahnstraße im Frühjahr soll auch der Kreisverkehr zwischen der Bahnüberquerung und der Kanalbrücke so weit fertig sein, dass er für Fahrzeuge passierbar ist. Über den Kreisel sollen die Wasserstadt und die geplanten Freizeiteinrichtungen auf der Halde erschlossen werden.

Bis das Aufschütten des Damms beginnt, können Fahrzeuge noch aus Richtung Norden vom Westenhellweg über die Jahnstraße auf das Gelände der künftigen Wasserstadt Aden kommen. Bis die Schüttarbeiten beginnen, will die RAG noch eine neue Rampe auf das Gelände bauen.

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