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Auf dem Stadtmarkt beklagen sich die Bergkamener beim Bürgermeister

dzÖffentliche Sprechstunde

Wenn Bürgermeister Roland Schäfer auf den Wochenmarkt geht, dann erwarten ihn Klagen über Lärm, Raser sowie über heruntergekommene Plätze und Gebäude.

Bergkamen

, 19.07.2018 / Lesedauer: 2 min

Wenn Bürgermeister Roland Schäfer auf den Wochenmarkt geht, dann erwarten ihn Klagen über Lärm, Raser sowie über heruntergekommene Plätze und Gebäude.

Zumindest dann, wenn Schäfer wie am Donnerstag eine öffentliche Sprechstunde zwischen den Marktständen anbietet. Diese Gelegenheit nehmen die Bergkamener gerne wahr, um sich beim Stadtoberhaupt über Miss-Stände zu beschweren. Und die genannten Themen gehören dabei zu den Klassikern.

Zum Beispiel auf dem Häupenweg. Der, so erfuhr Schäfer von Anliegern, entwickele sich immer mehr zur Rennstrecke. Und die jungen Autofahrer, die sich abends auf dem Wellenbad-Parkplatz treffen, machten zudem auch noch reichlich Lärm. Da helfen wohl nur verstärkte Kontrollen von Ordnungsdienst und Polizei.

Ähnliche Probleme gibt es auch anderswo, zum Beispiel an der Otto-Wels-Straße in Rünthe. Eine Anwohnerin beschwerte sich – wiederholt, wie sie sagte – über undisziplinierte Autofahrer. Und sie hatte auch gleich Lösungsvorschläge: Die Stadt solle doch entweder Poller aufstellen oder eine Einbahnstraße einrichten. Der Bürgermeister versprach, das zumindest zu prüfen. So wie er alle Beschwerden notieren ließ, damit sich die Zuständigen im Rathaus ihrer annehmen.

Manchmal allerdings konnte Schäfer auch nur sagen, dass der Stadt die Hände gebunden seien. Zum Beispiel bei den Klagen über den Zustand des ehemaligen Marktplatzes in Rünthe. „Viele Leute denken, das sei unser Eigentum“, sagte Schäfer. Allerdings sei die Fläche im Privatbesitz, weshalb die Einflussmöglichkeiten der Verwaltung überschaubar seien. Ähnlich sieht es mit den leerstehenden Turmarkaden aus, die ebenfalls vielen Bergkamenern negativ ins Auge fallen. Sie müssen letztlich auf das Engagement des neuen Besitzers hoffen.

Aber Schäfer bekam nicht nur Kritik zu hören, sondern durchaus auch Anregungen. Ein Bergkamener Naturfreunde schlug vor, die Stadt solle in ihrem Jubiläumswald eine Bienenwiese einrichten. „Das ist eine gute Idee“, sagte Schäfer. „Wir werden das prüfen.“

Und der Bürgermeister weiß auch schon, wen er mit dieser Aufgabe betrauen könnte: „Wir bilden ja auch Garten- und Landschaftsgärtner aus.“

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