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Abriss der Turmarkaden muss Energiezentrale der GSW verschonen

dzEinkaufszentrum

Der Antrag für den Abriss der Turmarkaden ist schon fertig. Bevor ihn die Eigentümerin, die Interra AG, stellen kann, muss sie noch etwas mit den Gemeinschaftsstadtwerken (GSW) klären.

01.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Der Bau des geplanten neuen Einkaufszentrum „Bergkamen-Galerie“ macht Fortschritte - auch wenn es erst einmal um den Abriss der Turmarkaden geht, an deren Stelle es entstehen soll. Der Abrissantrag ist fertig, teilte Alexander Dold mit. Er ist der Geschäftsführer der Interra AG, die Eigentümerin des leer stehenden Einkaufszentrums ist. Das Unternehmen hatte eine beträchtliche Zeit nach einem Unternehmen gesucht, das die Turmarkaden abreißt - was zu Zeiten der guten Baukonjunktur ein schwieriges Unterfangen war. Jetzt ist der Antrag zwar mit dem Unternehmen abgestimmt, abgeben kann ihn Interra aber noch nicht.

Energiezentrale im Keller

Bevor die Interra ihn bei der Stadt stellen kann, ist jedoch noch ein Gespräch mit den GSW erforderlich. Im Keller des Komplexes befindet sich die Energiezentrale für die gesamte Umgebung - einschließlich der elektrischen Versorgung und der Fernwärmeverteilung. Sobald geklärt ist, wie der Abriss vonstatten gehen kann, ohne dass die Energiezentrale beeinträchtigt wird, will die Interra AG den Antrag bei der Stadt Bergkamen stellen.

Abriss der Turmarkaden muss Energiezentrale der GSW verschonen

Das innere der Turmarkaden ist schon zum Teil entkernt. © Marcel Drawe

Entkernung des Komplexes geht weiter

Gleichzeitig sollen auch schon die Vorarbeiten zum Abriss des Gebäudes beginnen. Dabei geht es um die Entkernung, wie Dold erläuterte. Das Unternehmen betreibt die Entkernung der Turmarkaden schon seit einiger Zeit. Unter anderen sind schon diverse technische Anlagen wie die Rolltreppen zu den Parkdecks ausgebaut worden. Nach Dolds Angaben soll nach der Klärung mit den GSW auch schon der Abriss im Inneren des Gebäudes beginnen - zum Beispiel, indem Zwischendecken herausgenommen würden. Dafür sei noch keine Abrissgenehmigung notwendig, erläuterte Dold. „Die benötigen wir erst, wenn der Abriss auch die Außenhaut betrifft“, sagte er. Die Materialien, die bei den Entkernungsarbeiten anfallen, muss das Unternehmen allerdings auch fachgerecht entsorgen.

Abriss der Turmarkaden muss Energiezentrale der GSW verschonen

Das Gebäude soll im Sommer kompeltt abgerissen werden. © Marcel Drawe

Abriss von außen ab dem Sommer

Der Interra-Geschäftsführer geht davon aus, dass die Abrissgenehmigung im Laufe des Sommers vorliegt und dass der Abriss von außen wahrscheinlich im Laufe des Juli beginnen kann. Eine besondere Schwierigkeit ist der Umstand, dass auch das Kellergeschoss beseitigt werden muss, um Platz für eine geplanten Tiefgarage unter der geplanten „Bergkamen-Galerie“ zu machen. „Wir müssen das Grundstück noch komplett eben machen, bevor wir mit dem Neubau beginnen können“, erläuterte Dold.

Ende des Jahres sollen die Turmarkaden verschwunden sein

Er geht davon aus, dass die Abriss- und Vorbereitungsarbeiten noch im Jahr 2019 erledigt sind und dann der Neubau beginnen kann. Ein Baubeginn im Dezember sei aber unwahrscheinlich, sagte er. „Ich gehe eher davon aus, dass wir mit den Arbeiten im ersten Quartal 2020 beginnen“, erklärte der Geschäftsführer.

Bis die Bergkamener erstmals im neuen Einkaufszentrum shoppen können, wird dann allerdings noch einige Zeit vergehen. Dold geht von etwa zwei Jahren Bauzeit aus. Die Bergkamen-Galerie wäre dann in der ersten Jahreshälfte 2022 bezugsfertig.

Abriss der Turmarkaden muss Energiezentrale der GSW verschonen

Die neue „Bergkamen-Galerie“ soll um einen Innenhof mit Parkplätzen herum gebaut werden und eine Tiefgarage bekommen. © 3dpixel

Gespräche mit möglichen Mietern

Das Einkaufszentrum mit Gastronomie soll um einen Innenhof mit Parkplätzen herum entstehen. Dieses Grundkonzept werden die Interra auf jeden Fall beibehalten, versicherte Dold - auch wenn im Blick auf mögliche Mieter noch Änderungen im Detail möglich seien. Dazu, welche Geschäfte einziehen, mochte er sich noch nicht äußern. Interra sei mitten in Gesprächen mit möglichen Mietern, sagte er.

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