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Das Rätselraten um den Aufenthalt von Rafael Leao in Dortmund (wir berichteten exklusiv) geht weiter. Der Berater des 19-jährigen Stürmers von Sporting Lissabon spricht von einer Urlaubsreise.

Dortmund

, 13.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Nelson Almeida ist kurz angebunden am Telefon, als ihn diese Redaktion am Freitagmittag erreicht. Und seine Erklärung für die Dortmund-Reise seines Spielers verwundert: „Nur Urlaub“ habe sein Klient gemacht, mit Borussia Dortmund habe er nicht gesprochen. Stattdessen habe man „andere persönliche Angelegenheiten des Spielers“ klären wollen. „Es gibt keine Verhandlungen“, betonte Almeida, der den Spieler nach Dortmund begleitet hatte.

Kein Gesprächstermin

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Am Donnerstag weilte der 19 Jahre alte Stürmer in Dortmund und schaute sich in der Stadt um. Unter anderem postete Leao beim Internet-Fotodienst Instagram ein Bild, das ihn auf dem Alten Markt zeigte. Dieses Bild entfernte Leao am Nachmittag von seinem Profil. Später folgte ein Bild aus dem Fahrstuhl seines Hotels in der Dortmunder Innenstadt, wo ihn auch diese Redaktion am späten Nachmittag ausfindig machte.

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Schon am Dienstag hatten portugiesische Medien von einer Einigung des BVB mit dem Stürmer berichtet. Demnach solle Leao in Dortmund einen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten. Diese Meldungen ließ der BVB zwei Tage lang unkommentiert, ehe dann am Donnerstag Leaos Aufenthalt in Dortmund bekannt wurde. Daraufhin dementierte die Borussia vehement. Es habe bis heute noch nicht einmal einen einzigen Gesprächstermin zwischen beiden Parteien oder irgendwelchen Mittelsmännern gegeben, teile Borussia Dortmund mit. Und es gebe auch keinen Gesprächstermin in absehbarer Zeit.

Juristische Gründe?

Dass der BVB in die Defensive ging, könnte juristische Gründe haben. Denn Leaos Vertragsstatus in Lissabon ist diffus. Nach einem tätlichen Angriff von Hooligans auf die Mannschaft Sportings nach der verpassten Qualifikation für die Champions League im Mai soll der 19-Jährige einer von mehreren Spielern gewesen sein, die ihre Verträge fristlos gekündigt haben.

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Ob dies rechtlich bindend und der U21-Nationalspieler nun vertragslos ist, Leao also womöglich sogar ablösefrei wechseln kann, darüber müssen eventuell in naher Zukunft Juristen und Sportgerichte entscheiden. In England ist eine Klage Sportings bei der Fifa gegen den Wechsel von Torhüter Rui Patricio zu Aufsteiger Wolverhampton Wanderers bekannt geworden. Die Portugiesen fordern demnach eine Transfer-Sperre für die „Wolves“, eine sechsmonatige Sperre für den Spieler und beharren auf einer Ablöse von umgerechnet 58,7 Millionen Euro. Die Fifa bestätigte den Eingang der Klage und kündigte eine umfassende Untersuchung an.

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