Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Rafael Leao weilt in Dortmund. Der Fall scheint klar zu sein. Der portugiesische Stürmer steht vor einem Wechsel zum BVB - doch der Verein dementiert vehement. Ein Stochern im Nebel.

Dortmund

, 12.07.2018 / Lesedauer: 3 min

Am Donnerstagnachmittag stand mal wieder eine Elefantenrunde bei Borussia Dortmund an. In der vierten Etage der Geschäftsstelle am Rheinlanddamm saßen Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc, Sebastian Kehl, Lucien Favre sowie Matthias Sammer am Tisch und besprachen die Themen, die es anzupacken gilt beim BVB. Der Geschäftsführer, der Sportdirektor, der neue Leiter der Lizenzspielerabteilung, der Trainer und der externe Berater steckten die Köpfe zusammen - und vielleicht unterhielten sie sich dabei ja auch über einen jungen Mann namens Rafael Leao.

Fotos in sozialen Netzwerken gepostet

Denn am Donnerstag weilte der 19 Jahre alte Stürmer von Sporting Lissabon in Dortmund und schaute sich in der Stadt um. Unter anderem postete Leao beim Internet-Fotodienst Instagram ein Bild, das ihn auf dem Alten Markt zeigte, später folgte eins aus dem Fahrstuhl seines Hotels. Auch diese Redaktion erwischte den Spieler vor seinem Hotel in der Dortmunder Innenstadt. Das sind die Fakten dieser Geschichte. Ab hier wird es deutlich unübersichtlicher.

Sporting-Stürmer in Dortmund - doch der BVB dementiert vehement

Dieses Foto postete Leao am Donnerstagmittag bei Instagram. Es zeigt ihn auf dem Alten Markt in Dortmund. Später wurde das Bild wieder gelöscht. © iamrafaeleao93/Instagram


Rückblick: Bereits am Dienstag hatten portugiesische Medien berichtet, Leao sei sich mit dem BVB über einen Fünf-Jahres-Vertrag einig. Es hieß, der U21-Nationalspieler habe seinen Vertrag in Lissabon gekündigt, wie es auch viele andere Spieler getan haben sollen, weil es am 15. Mai einen Angriff von rund 50 vermummten Sporting-Hooligans auf dem vereinseigenen Gelände gegeben hatte.

Elefantenrunde in der Geschäftsstelle

Bas Dost, der ehemalige Bundesliga-Spieler vom VfL Wolfsburg, wurde damals am Kopf verletzt. Die Nachricht sorgte europaweit für Aufsehen. In Portugal wurde daraufhin berichtet, Spieler könnten aufgrund der Vorkommnisse ihre laufenden Verträge kündigen und Sporting ablösefrei verlassen. Das ist die Vorgeschichte dieser Geschichte.

Am Donnerstag äußerte sich Borussia Dortmund lange nicht auf Anfragen zum Fall Leao. Die Elefantenrunde tagte nachmittags in der Geschäftsstelle, war telefonisch nicht erreichbar. Aber die Sache schien klar - und der BVB einen neuen Stürmer für die kommende Saison gefunden zu haben. Das ist die Vermutung in dieser Geschichte.

Am Abend allerdings folgte ein klares Dementi seitens des Klubs. Es gebe keine Einigung zwischen dem BVB und Leao. Es habe bis heute noch nicht einmal einen einzigen Gesprächstermin zwischen beiden Parteien oder irgendwelchen Mittelsmännern gegeben. Und es gebe auch keinen Gesprächstermin in absehbarer Zeit.

Spieler ist dem BVB bekannt

Ein großes Rätsel Kurzum: Man wisse beim besten Willen nicht, warum Leao jetzt gerade in Dortmund sei. Man kenne den Spieler natürlich, man wolle auch nichts grundsätzlich ausschließen, weil der Spieler ja durchaus interessant sei. Aber Gespräche oder gar eine Einigung? Klares nein. Das ist die Kehrseite in dieser Geschichte.

Was macht Leao also in Dortmund? Außer Fotos aus der Innenstadt im Internet zu posten? Das ist das Rätsel in dieser Geschichte.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt