Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Die kommenden sechs Spiele entscheiden über die Meisterschaft. Auf den BVB, aber auch auf die Bayern warten noch einige Stolpersteine. Wir analysieren das Restprogramm beider Teams.

Dortmund

, 10.04.2019 / Lesedauer: 5 min

Sechs Spiele sind noch zu spielen, nach der deutlichen Abfuhr in München geht Borussia Dortmund aus der Verfolgerrolle heraus in den Titel-Endspurt und darf sich keine Blöße mehr geben.

Wir beleuchten die Gegner des BVB, blicken zurück auf die Spiele der Hinrunde gegen diese Kontrahenten und sagen, worauf es in diesen Spielen ankommen wird. Dabei lassen wir natürlich auch die Spieler der Münchner nicht außer Acht.

29. Spieltag:
BVB – Mainz 05 (Samstag, 13. April, 18.30 Uhr)
Fortuna Düsseldorf - FC Bayern (Sonntag, 14. April, 15.30 Uhr)

Beim 2:1-Erfolg in der Hinrunde dankte Borussia Dortmund Rekord-Joker Paco Alcacer, der nach 66 Minuten das bis dato torlose Spiel in die richtigen Bahnen lenkte. Mainz versteckte sich nicht, agierte aus einer klugen Deckung heraus und war bei Kontern extrem gefährlich. Besonders auffällig: Stürmer Jean-Philippe Mateta, der drei Mal einen eigenen Treffer knapp verpasste und noch für drei Mitspieler gute Torschüsse auflegte. Beim jüngsten 5:0-Erfolg gegen den SC Freiburg traf der Franzose, den die Mainzer in der zweiten französischen Liga bei Le Havre entdeckten, gleich drei Mal – den mittlerweile zehnfachen Saisontorschützen muss der BVB stoppen.

Die Herausforderung: Kann Dortmund das München-Debakel so einfach aus den Klamotten schütteln?

Die Hürde der Bayern: In Düsseldorf wartet auf die Bayern eine harte Nuss. Der BVB hat es selbst erlebt (1:2), wie mutig und dynamisch die Fortuna daheim agiert. Und im Hinspiel in München reichte den Bayern ein 3:1-Vorsprung nicht zum Sieg, am Ende hieß es 3:3, Düsseldorfs Lukebakio traf dreimal. - Stolpergefahr: mittel



30. Spieltag:
SC Freiburg – BVB (Sonntag, 21. April, 15.30 Uhr)
FC Bayern - Werder Bremen (Samstag, 20. April, 15.30 Uhr)

In Dortmund agierte der SC Freiburg ähnlich passiv wie der BVB nun in München. Marco Reus und Paco Alcacer schossen einen ungefährdeten 2:0-Heimsieg heraus. Daheim allerdings hat Christian Streichs Truppe einigen Favoriten das Fürchten gelehrt. Leipzig, Gladbach und Schalke gingen dort als Verlierer vom Platz, die Bayern kamen kürzlich nicht über ein 1:1 hinaus, auch Leverkusen spielte in Freiburg nur Unentschieden. Unnachgiebiger Kampf, Aggressivität im Zweikampf und schnörkelloses Offensivspiel sind die Stärken der Breisgauer, die von Trainerfuchs Streich immer perfekt eingestellt werden. Torjäger Nils Petersen trifft zu Hause besonders gern, machte dort sechs seiner acht Saisontore.

Die Herausforderung: Geduldig bleiben, den Ball laufen lassen und sich nicht in Eins-gegen-Eins-Duellen verlieren.

Die Hürde der Bayern: Werder Bremen gastiert in München. Dank zuletzt zwei Siegen und einem Remis in der Liga plus dem Pokalerfolg auf Schalke werden die Norddeutschen mit breiter Brust anreisen. Und es geht für Werder noch um ein Ticket für die Europa League. Das Hinspiel (2:1 für Bayern) war eine enge Kiste, Serge Gnabrys Doppelpack bescherte dem Meister drei Punkte. - Stolpergefahr: mittel



31. Spieltag:
BVB – Schalke 04 (Samstag, 27. April, 15.30 Uhr)
1. FC Nürnberg - FC Bayern (Sonntag, 28. April, 18.00 Uhr)

Viel spricht eigentlich nicht für Schalke, aber es ist schließlich Derby – und der Ausgang daher eigentlich immer in alle Richtungen möglich. Dortmund dominierte das Hinspiel, hätte nach dem Elfmeter-Ausgleich beinahe doch Federn gelassen, ehe es das verdiente 2:1 gab. Schon sechs Elfmeter haben die Schalker in dieser Saison zugesprochen bekommen, nur Gladbach mit 7 hat einen mehr herausgeholt.

Die Herausforderung: Zu gerne würden die Königsblauen den Schwarzgelben in die Meistersuppe spucken – es wäre eine späte Revanche für 2007, als der 2:0-Erfolg des BVB am vorletzten Spieltag den Schalkern den Titel versaute.

Die Hürde der Bayern: Das bayerische Derby steigt in Nürnberg. Womöglich werden die Bayern etwas müde sein, da sie mittwochs zuvor noch das Pokal-Halbfinale in Bremen bestreiten müssen. Doch gegen Kellerkind Nürnberg dürfte es trotzdem reichen, das Hinspiel in München ging schon mit 3:0 an die Bayern. Robert Lewandowski gelang ein Doppelpack. - Stolpergefahr: gering



32. Spieltag:
Werder Bremen – BVB (Samstag, 4. Mai, 18.30 Uhr)
FC Bayern - Hannover 96 (Samstag, 4. Mai, 15.30 Uhr)

Keine Angst vor dem Gegner, eine klare Spielstruktur, dazu ein überragender Zocker mit Kapitänsbinde – sowohl im Hinspiel, das der BVB mit 2:1 gewann, als auch im Pokalspiel, das mit dem bitteren Aus für die Borussia endete, bereitete Werder dem BVB große Probleme. Max Kruse ist der Dreh- und Angelpunkt in der Bremer Offensive, schlitzohrig, kaum zu kontrollieren und effektiv im Abschluss.

Die Herausforderung: Auch wenn sich Werders Europapokal-Hoffnungen Anfang Mai vielleicht schon in Luft aufgelöst haben könnten, ist die Hürde Weserstadion vielleicht die höchste, die die Borussia noch überspringen muss.

Die Hürde der Bayern: Zuhause gegen Hannover, das schwächste Auswärtsteam der Liga, das bisher erst vier Zähler auf fremdem Platz gesammelt hat. Da brennt für die Bayern nix an. 4:0 stand es schon nach 62 Minuten im Hinspiel. - Stolpergefahr: null

33. Spieltag:
BVB – Fortuna Düsseldorf (Samstag, 11. Mai, 15.30 Uhr)
RB Leipzig - FC Bayern (Samstag, 11. Mai, 15.30 Uhr)

Kurz vor Weihnachten war die erste Bundesliga-Niederlagedieser Saison beim Aufsteiger eine, die besonders schmerzte. Düsseldorf warf alles in die Waagschale, besonders die überragende Physis. Dortmund wachte beim 1:2 viel zu spät auf. Das Rückspiel wird unter anderen Vorzeichen ablaufen. Die Fortuna wird dann längst gerettet sein, was die Aufgabe aber nicht einfacher macht.

Die Herausforderung: Überraschungssiege am Stück haben Düsseldorf enormes Selbstvertrauen gegeben – und was gibt es Schöneres, als ohne Druck im Titelrennen Einfluss nehmen zu können.

Die Hürde der Bayern: Der härteste Brocken im bayerischen Restprogramm: In Leipzig. Beim bärenstarken Champions-League-Aspiranten, der die beste Abwehr der Liga stellt und große offensive Power besitzt. In München mühten sich die Bayern im Hinspiel zu einem 1:0 durch ein spätes Tor von Franck Ribéry. - Stolpergefahr: hoch

34. Spieltag:
Bor. Mönchengladbach – BVB (Samstag, 18. Mai 15.30 Uhr)
FC Bayern - Eintracht Frankfurt (Samstag, 18. Mai, 15.30 Uhr)

Gladbach in der Rückrunde im freien Fall, der Trainer muss gehen - das könnte am letzten Spieltag dafür sorgen, dass bei den Fohlen die Luft so richtig raus ist. Muss aber nicht so sein, ebenso möglich ist ein Szenario, in dem BMG noch Punkte für die Europacup-Qualifikation braucht – und dementsprechend motiviert sein wird. Im Hinspiel leistete die andere Borussia große Gegenwehr, es war der eingewechselte Mario Götze, der beim 2:1-Erfolg des BVB mit zwei Assists der ausgeglichenen Partie seinen Stempel aufdrückte. Positiv: Die letzten drei Gastspiele in Gladbach entschied Dortmund allesamt für sich.

Die Herausforderung: Sollte es am letzten Spieltag noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Bayern sein, kommt auch die mentale Komponente ins Spiel. Der Druck wird gigantisch sein.

Die Hürde der Bayern: Der finale Akt, zuhause gegen Eintracht Frankfurt, für das es in der Partie womöglich sogar noch um ein Königsklassen-Ticket geht. Das wird kein Spaziergang für die Bayern, die zwar das Hinspiel am Main mit 3:0 gewannen, die aber auch um die Frankfurter (Offensiv-)Qualitäten wissen. - Stolpergefahr: hoch

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt