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Niederländer verrät pikante Details seiner BVB-Zeit

Peter Bosz

Der ehemalige BVB-Trainer Peter Bosz spricht in der Heimat über seine Zeit bei Borussia Dortmund und plaudert munter aus dem Nähkästchen - dabei sind einige pikante Aussagen.

Dortmund

, 28.06.2018
Niederländer verrät pikante Details seiner BVB-Zeit

Beim BVB nur knapp sechs Monate im Amt: Peter Bosz. © dpa

Borussia Dortmund und Peter Bosz, diese Ehe war intensiv und kurz. Nach 161 Tagen war Schluss für den niederländischen Fußballlehrer. Es ging erst rasant nach oben, dann rapide nach unten. Am 9. Dezember zogen die BVB-Bosse nach dem Absturz von Rang eins auf Tabellenplatz acht die Notbremse - und ersetzten Peter durch Peter. Stöger übernahm, Bosz musste gehen.

Ausführliche Auslassungen

Seitdem ist es ziemlich still geworden um Bosz, doch nun hat sich der ehemalige BVB-Trainer ausführlich über seine Zeit in Dortmund ausgelassen. Dabei plauderte Bosz munter aus dem Nähkästchen.

„Ich wollte die Spieler kennenlernen, damit ich im Winter gezielt Spieler für das System verpflichten kann. Aber im Januar war ich bereits entlassen“, sagte Bosz im Gespräch mit Voetbal Inside aus den Niederlanden. Der Kader sei seiner Meinung nach zu groß gewesen. „Wir hatten 30 Feldspieler. Manchmal saßen deutsche Nationalspieler auf der Tribüne. Diese Spieler standen jetzt übrigens nicht im WM-Kader. Der Kader hätte einfach kleiner sein müssen.“

Bosz zu naiv

Zur Kritik an seinem Spielstil meinte Bosz : „Michael Zorc und Hans-Joachim Watzke sagten beim Vorstellungsgespräch: ‚Wir haben viele Spiele von Ajax gesehen. Wir möchten, dass du den BVB auch so spielen lässt. Wir glauben, dass wir die richtigen Spieler für dieses System haben.‘“ Vielleicht sei er zu naiv gewesen.

Besonders pikant aber sind Bosz‘ Aussagen über den ehemaligen BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang. „Am ersten Tag kam ich bei Zorc und Watzke ins Büro“, berichtete Bosz. „Sie sagten: ‚Dies ist der Kader, dieses Team möchten wir zusammenhalten. Über einen Spieler solltest du nicht mehr sprechen: Pierre-Emerick Aubameyang. Er wechselt für 78 Millionen Euro zu einem chinesischen Verein.‘“ Folglich habe auch Aubameyang seinen Wechsel forcieren wollen.

Wechselposse um Aubameyang

Den Namen des chinesischen Vereins nannte Bosz nicht, die Aussage legt allerdings den Schluss nahe, dass der BVB im Sommer mit dem Tianjin Quanjian Football Club deutlich weiter war, als im Nachhinein von allen Beteiligten zugegeben wurde. Warum der Wechsel letztendlich platzte, sagte Bosz nicht. Aubameyang wechselte schließlich im Januar für rund 64 Millionen Euro nach London zum FC Arsenal - als Bosz schon längst entlassen war.

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