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Homophobes Banner: BVB droht Ärger durch den DFB-Kontrollausschuss

dzRevierderby

Nicht nur dem FC Schalke 04, sondern auch Borussia Dortmund droht nach dem Revierderby Ärger. Im Visier des DFB-Kontrollausschusses: ein homophobes Banner der BVB-Ultras.

Dortmund

, 30.04.2019 / Lesedauer: 3 min

„Der BVB distanziert sich sowohl von homophoben Äußerungen auf der Südtribüne als auch von den gewalttätigen Auseinandersetzungen nach dem Spiel“, heißt es in einer Stellungnahme des Klubs. Auf einem Plakat auf der Südtribüne, dem Vernehmen nach von der Ultra-Gruppe „Desperados“, wurden Schalker als „Schwuchteln“ bezeichnet. Nicht zum ersten Mal tauchten derartige diskriminierende Parolen dort auf. „Borussia Dortmund steht für Vielfalt“, lautete die Antwort des Vereins, Homophobie sei nicht mit den Grundwerten des Vereins vereinbar.

Grenzen wurden überschritten

Auch die gewalttätigen Szenen nach dem Abpfiff verurteilt der BVB, weil sie „nicht nur dem öffentlichen Bild des BVB schaden, sondern auch die positiven Akteure der Fangemeinschaft in ein negatives Licht rücken“. In beiden Fällen seien Grenzen überschritten worden. Borussia Dortmund engagiert sich seit vielen Jahren in der Anti-Diskriminierungsarbeit. Das homophobe Banner könnte Ermittlungen durch den DFB-Kontrollausschuss nach sich ziehen.

Homophobes Banner: BVB droht Ärger durch den DFB-Kontrollausschuss

Das geschmacklose Banner im Schalker Fanblock. © imago

Auf ein ebenso geschmackloses Banner im Schalker Block („Immer noch `ne Bombenidee, Freiheit für Sergej W“) hatte der S04 bereits am Sonntag reagiert. „Wir sind fassungslos über diese Geschmacklosigkeit und haben uns entsprechend bei der Geschäftsführung des BVB entschuldigt.“ Mit dem Plakat verhöhnten die Gäste-Fans die Opfer des Bombenanschlags auf den BVB im April 2017. „Wir erwarten, dass solche unwürdigen Verbalattacken künftig unterbleiben“, heißt es von Schalker Seite.

Saftige Geldstrafe zu erwarten

Auch der Feuerzeug-Wurf auf BVB-Spieler Jadon Sancho wird ein Nachspiel haben. Wie Hans E. Lorenz, Vorsitzender des DFB-Sportgerichts, auf Nachfrage mitteilte, habe der Kontrollausschuss des Verbandes den FC Schalke 04 um eine Stellungnahme gebeten. Die Antwort wird in den nächsten Tagen erwartet. Zur Sprache kommen dort Pyrotechnik, das beleidigende Banner und eben der Feuerzeugwurf. Zu erwarten ist nach derzeitiger Strafbemessung eine saftige Geldstrafe, weil die Schalker Fans mit Bezug auf das Banner Wiederholungstäter sind.

Bereits im Hinspiel am 8. Dezember zeigten Anhänger der Königsblauen ein entsprechendes Plakat. Vor vier Wochen folgte die Strafe durch das DFB-Sportgericht. Für das Zünden von 35 Rauchpatronen, einer Bengalischen Fackel und dem Zeigen des Banners mit beleidigendem Inhalt wurden die Königsblauen zu 27.000 Euro Geldstrafe verurteilt. Im Wiederholungsfall dürfte die Sanktion erheblich höher ausfallen.

Wegen des Feuerzeug-Wurfs auf Sancho ermittelt ebenso die Dortmunder Polizei.

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