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Die perfekte BVB-Wahl - aber die Messlatte liegt hoch

Sebastian Kehl

Als neuer Leiter der Lizenzspielerabteilung liegt die Messlatte für Sebastian Kehl hoch. Doch eine bessere Lösung hätte der BVB kaum finden können. Dirk Krampe kommentriert.

DORTMUND

, 03.07.2018

Über die Vergangenheit mochte Sebastian Kehl am Dienstag nicht so gerne reden. Er tat es aber dann irgendwie doch, als er beschrieb, wo er ansetzen will, wo er die Schwerpunkte seiner Arbeit in den kommenden Monaten sieht. Es fielen nicht zufällig Begriffe wie „Bodenständigkeit“ und „Disziplin“, Kehl erwähnte auch nicht zufällig die „professionelle Berufsauffassung“, die er und die Führungsetage ab sofort wieder erwarten. Ist ja auch kein Geheimnis, dass genau in diesen Bereichen die Defizite haarsträubend waren.

Bei den Fans beliebt

Die Messlatte liegt hoch für den ehemaligen Kapitän, vielleicht ist es sogar ein bisschen viel verlangt, was Kehl da alles und bestenfalls in schnellstmöglicher Zeit wieder reparieren soll. Doch wer den 38-Jährigen noch aus seiner Zeit als Kapitän kennt, der kommt schnell zu dem Schluss, dass Borussia Dortmund eine bessere Lösung kaum hätte finden können.

Kehl hat den berühmten Stallgeruch, er ist beliebt bei den Fans, er sollte eigentlich auch von denen in der Kabine respektiert werden, die nicht mit ihm zusammengespielt haben.

Mit aller Konsequenz

Im Zusammenspiel mit dem neuen Trainer Lucien Favre aber wird es dann auch darauf ankommen, dass der neue Weg mit aller Konsequenz bestritten wird. Härteres Durchgreifen bei Undiszipliniertheiten, die sich zum Beispiel ein Pierre-Emerick Aubameyang permanent leistete, ist nötig. Die Extrawürste für einige Spieler haben die Mannschaft gespalten.

Trainer wie Peter Bosz, Peter Stöger und sogar Thomas Tuchel haben da viel zu viel durchgehen lassen. Und auch nach Aubameyangs Wechsel gibt es einige Kandidaten im Team, die in der Spur gehalten werden müssen. Kehl ließ keinen Zweifel daran, dass er dies mit Vehemenz angehen wird.

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