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Der erste klare Sieg seit Januar hält den BVB auf Titelkurs in der Bundesliga. Im Meisterschaftsrennen bleibt es eng. Nun kommt das Revierderby zur rechten Zeit. Jürgen Koers kommentiert.

Freiburg

, 21.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Thomas Delaney steht nicht im Verdacht, Arbeit zu scheuen. Auch in Freiburg rannte er unermüdlich über den Platz, sammelte 12,79 Kilometer und gewann 75 Prozent seiner Zweikämpfe. Was ihn ähnlich erfreute wie der Sieg und gute Statistiken: Endlich einmal hatte der BVB eine Partie wieder souverän gewonnen, der letzte klare Erfolg stammte noch aus dem Januar (5:1 gegen Hannover 96). Diesmal musste seine Mannschaft nicht bis zum Schluss Vollgas geben, „das tat richtig gut“, meinte Delaney, einmal nicht unter Vollspannung auf ein spätes Tor oder den erlösenden Pfiff zu warten.

Souverän erledigte der BVB die komplizierte Aufgabe in Freiburg, nur über einige Passagen in der ersten Spielhälfte fehlten Zugriff und Kontrolle. Wie bestechend effizient die Borussen dann zuschlugen und frühzeitig klarstellten, dass sie diesmal, anders als etwa vor einer Woche gegen Mainz, als Sieger vom Platz gehen würden, zeugte von zurückgewonnener Sicherheit und von Selbstverständnis im Tun, dass eines Titelanwärters würdig ist.

Alle verbleibenden Spiele gewinnen

Fußballerisch brachte der BVB zwei Komponenten zusammen, die nicht immer zusammentrafen in den vergangenen Wochen: zielstrebige Offensive und unnachgiebige Defensive. Alle fünf Angreifer sammelten weitere Scorerpunkte, und endlich einmal wieder konnte Torhüter Roman Bürki dank eines Zu-Null-Spiels zufrieden vom Rasen stapfen. Zugegeben, Freiburg verteidigte phasenweise luftig und entfachte keinen Sturmlauf. Doch andere Mannschaften (München, Gladbach, Leipzig) konnten im Breisgau nicht obsiegen. Bravo, Borussia!

Das alles sind gute Vorzeichen für den Titelkampf in der Fußball-Bundesliga, bei dem der BVB mit dem FC Bayern München Schritt hält. „Vermutlich müssen wir alle vier Spiele gewinnen“, sagte Delaney in Freiburg. Dann, und wohl auch nur dann, könnten die Schwarzgelben zur Stelle sein, sobald die Bayern straucheln.

„Wichtigstes Spiel in der Saison“

Selbstverständlich sei dieses reizvolle Fernduell im Hinterkopf, bestätigte Mario Götze, na klar schauten auch die Spieler darauf, was denn die Bayern machen. Den entscheidenden Nachsatz lieferte der Mittelstürmer auf dem zweiten Bildungsweg gleich mit: „Wir müssen auf uns schauen und unsere Spiele gewinnen.“ Das klingt nicht spannend, ist aber wohl der einzig richtige Weg.

Einige Fans wären bereits mit der Mannschaft und der Saison im Reinen, wenn „im wichtigsten Spiel der Saison“ (O-Ton Bürki) gegen den FC Schalke 04 am nächsten Samstag (15.30 Uhr) der zweite Derbysieg dieser Spielzeit herausspringt. Ein 4:0-Sieg in Freiburg, die schwächelnden „Blauen“ vor der Brust und die Deutsche Meisterschaft im Hinterkopf: Damit lässt sich das Osterfest aus schwarzgelber Sicht genüsslich zu Ende feiern.

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