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BVB ändert die Tonart: Michael Zorc spricht vom Titel

„Wäre eine Sensation“

Der BVB ändert nach nur einem Sieg in den vergangenen sieben Pflichtspielen die Tonart. Sportdirektor Michael Zorc spricht vom Titel - und sagt, was der Mannschaft dazu aktuell fehlt.

Dortmund

, 03.03.2019 / Lesedauer: 3 min
BVB ändert die Tonart: Michael Zorc spricht vom Titel

BVB-Sportdirektor Michael Zorc sagt: „Wenn ich am 24. Spieltag Erster bin, dann kann ich ja nicht zufrieden sein, wenn ich Vierter werde.“ © imago

Sieben Punkte in 28 Tagen hat Verfolger FC Bayern München aufgeholt auf die Schwarzgelben, die in einem veritablen Formtief stecken. Nach der vermeintlichen Trendwende beim 3:2 gegen Bayer Leverkusen ließ der BVB am Freitag beim 1:2 in Augsburg wieder vieles vermissen: Konzentration, Gier, Laufbereitschaft. Ein herber Rückschlag im Titelrennen. Die Schuld daran trugen die Borussen selber. Weil einige Spieler die Lage nicht ernst nehmen oder falsch einschätzen.

„Nicht auf diese Art und Weise verlieren“

Sportdirektor Michael Zorc ärgert sich: „Wenn man Meister werden will, was in unserem Fall ja kein Muss ist und eine riesige Sensation wäre, dürfen wir Spiele wie in Augsburg nicht auf diese Art und Weise verlieren. Es kann nicht sein, dass verunsicherte und qualitativ unterlegene Gegner uns allein durch Laufbereitschaft und Begeisterung komplett aus dem Spiel nehmen“, sagte Zorc im Gespräch mit dieser Redaktion.

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Mit einer bis vor wenigen Wochen herausragenden Saison hatten sich die Borussen in eine glänzende Ausgangsposition im Titelrennen gespielt. Nach nur sechs Punkten aus fünf Ligaspielen ist der Vorsprung auf die Bayern weggeschmolzen. Frustrierend, weil die Chance, die Münchner auf Distanz zu halten, in dieser Saison groß war wie lange nicht.

Gestiegene Erwartungshaltung

Klar träumt auch der BVB vom Titel, diese Fallhöhe und diese Erwartungshaltung hat sich die Mannschaft erarbeitet. Zorc: „Wenn ich am 24. Spieltag Erster bin, dann kann ich ja nicht zufrieden sein, wenn ich Vierter werde.“

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Dazu müsste der BVB erstmal selber wieder in die Spur kommen. Und die eigenen Defizite abstellen. „Ich hatte in den vergangenen Wochen das Gefühl, dass die letzten zwei, drei Prozent in puncto Fokussierung fehlten“, kritisiert der Sportdirektor Teile der Mannschaft. „Diese vermeidbaren Fehler, die wir machen, dürfen nicht passieren. Das ist natürlich zum Teil ein Preis der Jugend, aber vor allem auch eine Frage der Konzentration.“

Im Schlafwagen-Modus

Zorcs Eindruck in Augsburg, und zum Teil auch in den Wochen zuvor: „Die letzte Gier, das Tor zu machen und dieser brachiale Wille, mit letzter Konsequenz zu verteidigen, haben mir gefehlt.“ Am Freitagabend wachte der BVB in Durchgang zwei nach 20 Minuten Schlafwagen-Modus erst auf, als die Gastgeber auf 2:0 erhöhten. Und dann war es zu spät. „Ich hätte mir in Augsburg gewünscht, dass wir eher im hohen Drehzahlbereich agieren - nicht erst nach dem 2:0“, sagt Zorc.

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Die RN-Analyse zum 1:2 des BVB in Augsburg

Mit klaren Ansagen und Anforderungen sollen die Spieler, die zuletzt mehrfach schwächelten, wieder auf Kurs gebracht werden. Die Chance, in dieser Spielzeit Deutscher Meister zu werden, ist zu groß, um sie leichtfertig zu verzocken. Das sollen jetzt auch die letzten BVB-Profis eingebimst bekommen.

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