Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

BVB-Kapitäne Raschl und Osterhage: Derby gegen Schalke bedeutet 90 Minuten Vollgas

dzU19-Halbfinale

Mit der BVB-U19 treffen Tobias Raschl und Patrick Osterhage im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft auf den FC Schalke 04. Im Exklusiv-Interview sprechen die beiden Kapitäne über das Derby, soziale Medien und den Sprung in den Profibereich.

Dortmund

, 14.05.2019 / Lesedauer: 4 min

Wir haben uns im Vorfeld dieses Interviews bei Instagram umgeschaut: Patrick Osterhage 800 Follower, Tobias Raschl 7000. Neidisch, Patrick?
Osterhage: Nein. Ich habe zwar schon längere Zeit einen Account, bin aber nicht so aktiv wie die meisten aus der Mannschaft.


Du kommt aus Norddeutschland, da lässt man es ruhiger angehen …

Osterhage (lacht): Auf jeden Fall.

Raschl: Ich bin beim Thema soziale Medien total offen, poste hin und wieder ein paar Bilder - meistens dreht es sich dabei natürlich um Fußball. Man bekommt auch viel mit, was befreundete Spieler in anderen Vereinen gerade machen.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

@palmangels

Ein Beitrag geteilt von Tobi Raschl (@tobi_raschl) am

Kommen wir zum Sportlichen: Wie bewertet Ihr den bisherigen Verlauf der Saison?

Raschl: In der Hinrunde haben wir acht Spiele hintereinander gewonnen - das war unsere bislang stärkste Phase. Danach wurde es etwas holprig, auch aufgrund vieler Verletzungsprobleme. Trotzdem stehen wir zurecht da oben und sind verdient ins Halbfinale eingezogen.


Borussia Dortmund ist sehr erfolgreich im Jugendbereich. Ist die Motivation der kleineren Mannschaften gegen den BVB höher?

Osterhage: Auf jeden Fall. Für diese Teams ist es ein Highlight, gegen uns zu spielen. Da ist immer ein bisschen Zusatz-Motivation vorhanden, vor allem bei den kleineren Vereinen. Es gibt aber keinen einfachen Gegner in unserer Liga, wir müssen immer voll da sein.


Im Halbfinale geht es Mittwoch und Montag gegen Schalke. Werden das spezielle Spiele?

Osterhage: Bei einem Derby kann immer viel passieren.

Raschl: Derby bedeutet immer 90 Minuten Vollgas, auf und neben dem Platz. Das ist ein echtes Kampfspiel. Es gewinnt nicht zwingend die Mannschaft, die den besseren Fußball spielt. Wille und Ehrgeiz können den Unterschied ausmachen.

BVB-Kapitäne Raschl und Osterhage: Derby gegen Schalke bedeutet 90 Minuten Vollgas

Patrick Osterhage (2.v.l.) und Tobias Raschl (2.v.r.) im Gespräch mit den BVB-Reportern Florian Groeger (l.) und Dirk Krampe. © BVB/Jens Volke

Könnte man bei einem Halbfinal-Aus von einer erfolgreichen Saison sprechen?

Raschl: Nein, dann nicht.

Osterhage: Sehe ich auch so. Am Ende hätten wir dann nichts gewonnen.

Raschl: Drei Wettbewerbe (Bundesliga, DFB-Pokal, Westfalenpokal, Anm. d. Red), kein Titel - da könnte man dann nicht von einer erfolgreichen Saison sprechen.


Tobias, parallel zu den entscheidenen Saisonspielen stehen für Dich derzeit die Abiturprüfungen an. Wie schwer ist es, beides unter einen Hut zu bekommen?

Raschl: Ich habe schon zwei Klausuren geschrieben, zwei Prüfungen sind noch offen. Und dann stehen noch zwei praktische Sportprüfungen an - die dürften aber kein Problem sein (lacht). Das ist schon stressig, weil ich über die Jahre hinweg jetzt auch nicht unbedingt ein Einser-Schüler gewesen bin. Aber ich werde es hinkriegen.


Ihr habt beide einen Profivertrag beim BVB unterschrieben. Erfüllt Euch das mit Stolz?

Osterhage: Natürlich, da geht für uns beide ein Kindheitstraum in Erfüllung. Aber ich würde sagen, dass das erst der Anfang ist. Wir haben noch nichts erreicht.

Raschl: Ja, es ist der Einstieg. Die Bedingungen sind geschaffen - und das hat man sich auch durch viel Arbeit und Leistung verdient. Aber das heißt noch nichts.


Tobias, Du bist im Winter gemeinsam mit den Profis im Trainingslager in Marbella gewesen. Wie waren Deine Eindrücke?

Raschl: Das waren sehr gute und wichtige Erfahrungen. Vor allem, weil es nicht nur eine Trainingseinheit, sondern eine ganze Woche war. Da ist man komplett dabei - nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz. Man lernt die ganzen Abläufe kennen. Als junger Spieler wirst Du von allen Seiten unterstützt. Ich wurde sehr gut aufgenommen.

BVB-Kapitäne Raschl und Osterhage: Derby gegen Schalke bedeutet 90 Minuten Vollgas

Tobias Raschl sammelte erste Profi-Erfahrungen im Trainingslager in Marbella. © Inderlied/Kirchner

Was wird beim Sprung in den Seniorenbereich die größte Herausforderung?

Raschl: Disziplin steht an oberster Stelle. Viele Spieler sind zehn Jahre älter als man selbst, da muss sich sich einordnen und sich auch entsprechend verhalten.

Osterhage: Körperlichkeit und Erfahrung kommen hinzu. Und es ist sicherlich schwierig, immer konstant auf einem so hohen Niveau zu spielen.


Wäre es eine Enttäuschung, wenn es mit dem Sprung in den Profi-Kader beim BVB nicht klappen würde?

Osterhage: Borussia Dortmund ist eine Top-Adresse, national und international. Wie es genau weitergeht, kann man jetzt noch nicht sagen. Natürlich wäre es schön, wenn es klappen würde, aber wir konzentrieren uns jetzt nur auf die beiden Halbfinal-Spiele mit der U19.

BVB-Kapitäne Raschl und Osterhage: Derby gegen Schalke bedeutet 90 Minuten Vollgas

Patrick Osterhage sagt: „Borussia Dortmund ist eine Top-Adresse, national und international.“ © Ludewig

Noch eine außersportliche Frage zum Abschluss: Tobias, Du fährst einen Mercedes-Oldtimer. Das ist eher ungewöhnlich für einen 19-Jährigen ...

Raschl: Ja, einen „Strich-Acht“. Mein Vater und mein Bruder sind in dieser Hinsicht verrückt mit den Autos. Mein Bruder fährt auch einen Oldtimer. Und dann kam der Gedanke, dass ich den auch fahren könnte - ich finde das Modell ziemlich cool. Aber vielleicht steige ich im Sommer um (lacht).

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt