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BVB-Boss über Favre: Fans haben Arbeit immer geschätzt

Hans-Joachim Watzke

Hans-Joachim Watzke geht mit Vorfreude in die Saison 18/19. Am Rande des Testspiels in Wien sprach Dortmunds Geschäftsführer über Lucien Favre, Peter Stöger und die deutsche Nationalmannschaft.

WIEN/DORTMUND

, 15.07.2018
BVB-Boss über Favre: Fans haben Arbeit immer geschätzt

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke geht zuversichtlich in die Saison 18/19. © imago

Hans-Joachim Watzke über…


… das Wiedersehen mit Peter Stöger: „Ich habe mich sehr gefreut. Peter ist ein Freund geworden, auch wenn sich unsere Wege wieder getrennt haben. Er hat eine schwierige Aufgabe gehabt, er hat uns von Platz acht um vier Plätze nach vorne gebracht. Das war auch die Erwartung, dennoch war es nicht einfach.


… die Arbeit von Lucien Favre: „Nach einer Woche verbietet sich ein Fazit, auch ein erstes Fazit. Und der Quervergleich zu Peter Stöger ist ohnehin nicht zulässig.“

… den Trainertypen Favre: „Ich hatte in Gladbach immer das Gefühl, dass die Fans seine Arbeit geschätzt haben. Die beiden Trainer, die in Dortmund am erfolgreichsten gearbeitet haben, waren total unterschiedliche Typen. Ich spreche von Ottmar Hitzfeld und Jürgen Klopp. Manchmal ist es vielleicht nicht schlecht, ein Entertainer zu sein. Jürgen zum Beispiel konnte dir eine Niederlage so erklären, dass du danach trotzdem stolz warst. Aber am Ende denke ich doch, dass es wichtiger ist, dass man eine Handschrift erkennt und Erfolg da ist.


… die Entwicklung im europäischen Fußball: „Ich mache mir keine Sorge um die Bundesliga. Es gab immer ein Auf und Ab. Dass wir jetzt bei der WM gescheitert sind, muss kein Indiz sein. Ich hatte 2013 nicht das Gefühl, dass der deutsche Fußball die Welt regiert, ich hatte dieses Gefühl auch 2014 nicht. Aus meiner Sicht liegen Italien und Deutschland nur minimal hinter Spanien und England.“


… das Krisenmanagement des DFB: „Manchmal wirst du von Dingen einfach überrannt, und darauf kannst du dich auch nicht vorbereiten. Das war bei uns mit dem Anschlag so, das war bei Dembele so. Und wie du auch reagierst, du hast immer die Hälfte der Leute, die sagen, wie können die das machen. So ist es nun auch dem DFB passiert. Und wenn du die Problematik Özil/Gündogan hast und in einer Gruppe ausscheidest, in der nicht gerade Weltmeister waren, hast du sowieso verloren. Dafür gibt es keine Kommunikations-Strategie.“

…fußballerische Erkenntnisse aus der WM: „Dass Standards immer wichtiger werden, hat man dort gesehen. Eine Erkenntnis für mich ist aber auch, dass sich der Fußball gerade wieder dreht. Weg vom reinen Ballbesitz-Fußball, den Pep Guardiola verehrt oder den auch ein Thomas Tuchel predigt. Die Spiele in Russland haben für mich gezeigt, dass Ballbesitz nicht mehr das Allheilmittel ist, dass Umschalten und Konter-Spiel wieder an Bedeutung gewinnen.“