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Am 19. Dezember 2009 gastierte der SC Freiburg beim BVB - genau 100 Jahre nach dessen Vereinsgründung. Das Ergebnis des Jubiläums-Spiels war eines Revierklubs würdig. Unser Zeitspiel.

Dortmund

, 19.04.2019 / Lesedauer: 3 min

Ein Sieg ist Pflicht - so heißt es im Fußball-Jargon oft, wenn ein Verein Gefahr läuft, ein sportlich gestecktes Ziel zu verpassen. Am 17. Spieltag der Bundesliga-Saison 2009/10 war der BVB naturgemäß noch weit davon entfernt, irgendwelche Saisonziele zu erfüllen - geschweige denn zu verspielen. Und trotzdem herrschte fünf Tage vor Weihnachten bei zweistelligen Minusgraden im Signal Iduna Park - dem an diesem Tag „größten Eisschrank der Bundesliga“ - Siegpflicht für den BVB.

„Wir sind quasi eingebettet in die Feier. Das wird nicht leicht“, wusste auch BVB-Trainer Jürgen Klopp vor dem Anpfiff der Partie am 19. Dezember 2009. Denn große Feierlichkeiten standen an. Schließlich hatten auf den Tag genau 100 Jahre zuvor 18 Männer um Vereinslegende Franz Jacobi den Ballspielverein Borussia 09 e.V. Dortmund aus der Taufe gehoben.

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Die besten Bilder der 100-Jahr-Feier des BVB

16.04.2019
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Die besten Bilder der 100-Jahr-Feier des BVB© imago sportfotodienst
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Die besten Bilder der 100-Jahr-Feier des BVB© picture alliance / dpa
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Schlagworte Fußball, Bundesliga

Und diese Festtagsstimmung wollte man sich nicht von einem Aufsteiger kaputt machen lassen. Der Name des BVB-Gegners an diesem Tag: der Sport-Club Freiburg.

Riesige Choreografie auf der Südtribüne

Bereits einen Tag zuvor hatte es einen feierlichen Festakt mit über 300 geladenen Gästen im Dortmunder Rathaus gegeben. Am Spieltag erinnerten die über 20.000 BVB-Fans auf der Südtribüne vor dem Anstoß dann mit einer gigantischen Choreografie an die größten Erfolge der BVB-Geschichte - und stimmten auf die kommenden 90 Minuten sowie die anschließende Partynacht ein.

Auf dem Rasen bekamen die 80.000 Zuschauer an diesem Tag allerdings nicht gerade ein Highlight zu sehen. Der quasi zu Stein gefrorene Untergrund ließ kein vernünftiges Kombinationsspiel zu. Die Freiburger traten mutig, am Ende aber zu harmlos auf.

Ein standesgemäßer Arbeitssieg für den Revierklub

Die Borussen hingegen, in eigens kreierten goldfarbenen Jubiläumstrikots, präsentierten sich zumindest effektiv. Statt in einer Tor-Gala mündete das Jubiläums-Spiel durch einen Kopfballtreffer von Lucas Barrios in der 19. Minute knapp mit 1:0 in einem Arbeitssieg. Für einen Revierklub ja auch irgendwie standesgemäß.

„Unser Blumenstrauß ist etwas größer ausgefallen, als wir das vorhatten“, bilanzierte Gäste-Trainer Robin Dutt nach bitterkalten 90 Minuten. Der BVB nahm das Gast-Geschenk freilich dankbar an - und startete danach seinen Party-Marathon.

Laser-Show, Feuerwerk und Gala in der Westfalenhalle

Im Stadion wurde nach Abpfiff eine 20-minütige Lasershow samt Feuerwerk aufgeführt - und die Erfolgsgeschichte der Borussen auf einen schwebenden, im Durchmesser zwölf Meter großen Ball projiziert.

Und nebenan in der Westfalenhalle wurde die schwarzgelbe Sause am Abend mit rund 13.000 Fans fortgesetzt - unter anderem mit der Auszeichnung des „Jahrhunderttors“ von Lars Ricken aus dem Champions-League-Finale 1997. Der 1:0-Sieg gegen Freiburg war da freilich längst zur Nebensache verkommen.

Ein Fan erinnert sich
„Der hundertste Geburtstag. Ein kompletter Tag, der vom Aufstehen bis zum nächtlichen Koma in Erinnerung geblieben ist - vor allem die Eiseskälte. Ich bin damals in jugendlicher Unbekümmertheit in einfachen Wollsocken und Sneakern ins Stadion gegangen und mir wären fast die Zehen abgefroren (kein Scherz). Der Moment, als wir unter der Choreo „Leuchte auf“ gesungen haben und die riesige Blockfahne dann fallengelassen wurde, sahen wir nur ein Meer von glitzerndem gold-metallischen Konfetti im Flutlicht. Atemberaubende Momente, die sich mir eingebrannt haben. Insgesamt bei Eiseskälte locker sechs Stunden im Stadion verbracht. Danach war ich steif gefroren, aber das ging mit ein paar Schnäpschen in der Innenstadt wieder weg ;)“

User „Ravanga“ im Forum schwatzgelb.de
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