Elf dieser 14 Spiele seit dem 18. September 2011 entschied Dortmund für sich und holte satte 36 der 42 möglichen Punkte. „Wir haben“, sagt Trainer Jürgen Klopp (44) lapidar, „uns seit Hannover stetig weiterentwickelt und die richtigen Schlüsse aus dem Erlebten gezogen.“
Hohe Konzentration
Es war ein 1:2 in Hannover, vom Zustandekommen eine der unnötigsten Niederlagen der Ära Klopp in Dortmund, das letztlich die Wende markierte. Ein Spiel, in dem der BVB bis zur 86. Minute mit 1:0 führte, ehe ein Hannoveraner Doppelschlag innerhalb von 120 Sekunden die Dortmunder wie begossene Pudel auf dem Feld zurückließ.
Seither ist viel passiert. Der BVB hat defensiv zur alten Stabilität zurückgefunden (nur acht Gegentore in 14 Spielen), brilliert offensiv streckenweise wie im Meisterjahr und schafft es vor allem regelmäßig, die Konzentration bis zum Schlusspfiff hoch zu halten. „Es hat mich beeindruckt“, lobt Klopp, „wie wir auch am Dienstag in Kiel mit einer außergewöhnlichen Konzentrations-Leistung aufgetreten sind. Niemand hat nach unserer 2:0-Führung zu früh abgeschaltet.“
Bender einsatzbereit
Ein ganz anderes Spiel als die Pokalpartie im hohen Norden wartet am Samstag auf den BVB. Die Rasenheizung wird funktionieren, der Gegner wird Dortmund deutlich mehr abverlangen. „Es wird ähnlich intensiv wie in den vergangenen Vergleichen“, glaubt Linksverteidiger Marcel Schmelzer (23).
Er wird womöglich schräg vor sich wieder einen Spieler sehen, der eine Blitzheilung hinter sich hat. Denn Sven Bender, der sich in Nürnberg eine Bandverletzung im Sprunggelenk zugezogen hatte, meldete sich am Freitag einsatzbereit und steht – wenn nichts Unvorhergesehenes mehr passiert – sofort wieder in der Startelf.
Schon 43 Punkte
„Unfassbar stark“ sei Leverkusen, findet der BVB-Trainer. Tatsächlich aber glaubt er dennoch, seiner Elf die geeigneten Informationen an die Hand geben zu können, damit die Dortmunder Serie auch nach den 90 Minuten weiter Bestand hat. Statistisch gesehen aber könnte Klopp sich eigentlich ab sofort entspannt zurücklehnen.
43 Punkte nach dem 20. Spieltag – nur viermal in der Bundesliga-Historie hatte ein amtierender Meister zu diesem Zeitpunkt mehr Zähler auf dem Konto als jetzt der BVB (42). Alle diese Teams verteidigten am Ende ihre Titel. „Sie wissen doch“, meinte Klopp, mit diesen Fakten konfrontiert, „wie wenig ich von Statistiken halte.“
BVB: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Bender, Kehl - Blaszczykowski, Kagawa, Großkreutz (Perisic) - Lewandowski
BVB-Sechser meldet sich für Top-Spiel gegen Bayer fitEine beeindruckende Serie legte im vergangenen Jahr die Basis für den siebten Titelgewinn von Borussia Dortmund. Nach einem Auftakt-0:2 gegen Bayer Leverkusen blieb die Elf in den folgenden 15 Bundesliga-Spielen unbesiegt. Momentan stehen 14 Spiele in Serie zu Buche, die der BVB ohne Niederlage beendete. Am Samstag, wenn es wieder gegen die Werkself geht, winkt die Einstellung der imposanten Marke des Vorjahres – überraschend mit Sven Bender.
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