Das war noch kein «Fußball total». Ohne Bayern-Dribbler Arjen Robben haben die Niederlande beim 2:0 (0:0) gegen Dänemark zum WM-Auftakt nicht das versprochene Offensiv-Feuerwerk abgebrannt.
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| Die Holländer Sneijder (l-r), van Persie und Kuyt freuen sich über die Führung. |
Gegen schwache Dänen setzten sich die «Oranjes» im Soccer City Stadium von Johannesburg vor den Augen von Prinz Willem-Alexander dennoch verdient durch und feierten damit zumindest vom Ergebnis einen erfolgreichen Start in die Fußball-Weltmeisterschaft. «Ich habe lange an dieses Spiel gedacht. Es ist das schwerste Spiel des Turniers. Es entscheidet über den weiteren Verlauf der Weltmeisterschaft. Deshalb bin ich sehr zufrieden», sagte Bondscoach Bert van Marwijk.
Mit Robben soll in den kommenden Spielen auch der Glanz zurückkehren, doch wann der Flügelflitzer ins Team rückt, ließ van Marwijk offen. «Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir Arjen vermisst haben. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, der mit seiner Schnelligkeit den Unterschied machen kann. Doch davon haben wir auch einige andere im Team», meinte der Holland-Trainer. Mark van Bommel hofft auf eine schnelle Rückkehr seines Teamkollegen. «Er ist eigentlich fit, er muss jetzt mit der Mannschaft trainieren», sagte van Bommel.
Während die Niederländer dem zweiten Auftritt gegen Japan am 19. Juni gelassen entgegen blicken, stehen die Dänen nach dem insgesamt enttäuschenden europäischen Gipfeltreffen in der Gruppe E bereits vor einem Endspiel. Gegen Kamerun ist «Danish Dynamite» zum Siegen verdammt, soll der Ausflug ans Kap nicht zu einem Kurztrip verkommen.
Van Marwijk hatte in seinem ersten WM-Spiel zunächst einige Schrecksekunden zu überstehen. Die hoch favorisierte «Elftal» fand gegen die defensiv sehr gut organisierten Skandinavier 45 Minuten lang kein Mittel, von Kreativität, Effektivität und Spielwitz war bei den Superstars Wesley Sneijder, Rafael van der Vaart und Robin van Persie nichts zu sehen. «Man hat gemerkt, dass die Spieler noch ein bisschen nervös waren», bat van Marwijk um Verständnis.
Ein Eigentor von Simon Poulsen brachte den Europameister von 1998 dann auf die Siegerstraße, löste die Blockade im Team der Niederlande aber nur zum Teil. Vor 83 465 Zuschauern im Soccer City-Stadion von Johannesburg dauerte es bis fünf Minuten vor dem Ende, ehe Dirk Kuyt mit einem Abstauber nach feiner Einzelleistung von Eljero Elia für die Erlösung sorgte. «Eljero hat unserem Spiel nach der Pause gut getan», sagte Sneijder.
Der Mittelfeldregisseur von Inter Mailand, der in dieser Saison bereits das Double in Italien und die Champions League gewonnen hat, ließ wie der Rest seines Teams nur in wenigen Szenen jenes Können aufblitzen, mit dem die «Oranjes» in der Vorbereitung Ghana (4:1) und Ungarn (6:1) abgefertigt hatten. «Die erste Halbzeit war nicht so stark, in der zweiten Halbzeit haben wir uns den Sieg aber verdient. Der Erfolg gibt Selbstvertrauen und uns eine gute Ausgangsposition», sagte Sneijder. «Wir waren noch nicht bei 100 Prozent», räumte Bayern-Kapitän van Bommel ein.
Dänen-Coach Olsen wollte trotz der Niederlage nicht öffentlich nörgeln. «Ich sehe gute Chancen für die kommenden Spiele. Es waren viele Dinge da, die mir gefallen haben. Ich hoffe, das Jon Dahl Tomasson und Daniel Jensen, die heute noch verletzt gefehlt haben, zurückkehren», sagte der frühere Trainer des 1. FC Köln. Für Unglücksrabe Simon Poulsen hatte er tröstende Worte parat. «Ich habe ihm gesagt, dass mir so etwas auch schon einmal passiert ist und er sich deshalb keine Sorgen machen soll.»
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| Dämemarks Poulsen (Mitte, verdeckt) sorgt mit einem Eigentor für den Rückstand. Foto: Gerry Penny |
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| Die Niederländer John Heitinga (l) und Torhüter Maarten Stekelenburg diskutieren. |
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| Dänemarks Jörgensen (M) wird vom Holländer de Jong (r) von den Beinen geholt. |
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| Der Holländer Mark van Bommel spielt einen Ball. |
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| Der Däne Nicklas Bendtner (r) sprintet mit dem Ball an Hollands Sneijder vorbei. |
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| Der Holländer Kuyt (r) liefert sich ein Kopfballduell mit Dänemarks Simon Poulsen. |
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| Der Niederländer Rafael van der Vaart (2v.l.) wird vom Dänen Jorgensen (l) gefoult. |