Ex-Schalke-Manager Rudi Assauer überrascht mit der Enthüllung, dass er an Alzheimer erkrankt ist. Ist sein Gang an die Öffentlichkeit eine Ermutigung für andere Betroffene?
Rudi Assauer hat sich entschieden, seine Demenzerkrankung öffentlich zu machen. Das finde ich nicht nur mutig, sondern es verdient auch meinen ganzen Respekt! Bei der Bewältigung seiner Erkrankung wünsche ich ihm und seiner Familie viel Kraft und alles erdenklich Gute. Dass Rudi Assauer in die Öffentlichkeit geht, macht vielen Menschen Mut. Es macht uns zugleich bewusst, dass jeden von uns das Schicksal einer solchen Erkrankung ereilen kann - ob als unmittelbar Betroffener oder auch als Familienangehöriger.
Alzheimer und andere Formen von Demenz scheinen zur neuen Volkskrankheit zu werden - jeder zweiten Frau, jedem dritten Mann droht laut Forschern das Schicksal. Ist die Gesundheitspolitik vorbereitet?
Studien sagen für das Jahr 2030 voraus, dass etwa 1,7 Millionen Menschen betroffen sein könnten. Demenz ist eine wachsende Herausforderung, der sich die Politik stellen muss und auch stellen wird. Schon ab dem nächsten Jahr werden wir in einem ersten Schritt die Leistungen der Pflegeversicherung auf die besonderen Bedürfnisse für die derzeit rund 1,2 Millionen demenzkranken Menschen und ihren pflegenden Angehörigen ausweiten und verbessern.
Wir arbeiten mit dem Beirat an der Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs und werden die Umsetzung des Pflegegesetzes dazu nutzen, weitere Verbesserungen für die Versorgung von demenziell erkrankten Menschen auf den Weg zu bringen.


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