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| Autofahrer müssen derzeit verstärkt auf Schlaglöcher achten. |
In Bochum, Dortmund und Münster sind die städtischen Straßenbauer im Dauereinsatz. Rund 500 Tonnen Kalt-Asphalt und rund 200.000 Euro verbuddelte Bochum in diesem Winter bislang. Die Stadt Münster rechnet mit Kosten in Höhe von 500.000 Euro für die Behebung der Winterschäden. „In den Vorjahren war es stets etwa die Hälfte“, sagt der Leiter des städtischen Tiefbauamtes, Michael Grimm.
Rund 40.000 bis 50.000 Euro stopft der Kreis Steinfurt derzeit in Form von Kalt-Asphalt in die Fahrbahn-Löcher. „Im Sommer müssen einige Straßen grundlegend saniert werden“, sagt Stephan Selker, Leiter des Straßenbauamtes beim Kreis Steinfurt.
Konjunkturpaket III gefordert
Für die Kommunen wird es teuer: Die Löcher in den Straßen treffen auf die Haushalts-Löcher. „Es wäre wirklich dringend Zeit für ein Konjunkturpaket III“, fordert Roland Schäfer, Präsident des Städte- und Gemeindebundes NRW.
Schon durch den Streu- und Winterdienst sind den Kommunen erhebliche Zusatzkosten entstanden. Mit den Folgen müssen sich jetzt vor allem die Kämmerer beschäftigen. Der Etat für die Erhaltung der Straßen – der gern mal für Kürzungen herhalten muss – wird vielerorts aufgestockt. Witten pumpt eine Viertelmillion hinterher, in Dortmund wird sogar überlegt, den Etat von 1,6 Millionen auf 2,6 Millionen Euro aufzustocken.
„Den Kommunen fliegen jetzt die Straßen um die Ohren, weil sie zu wenig Mittel für den Erhalt bereitstellen“, schimpft Peter Meintz, Sprecher des ADAC-Westfalen. Auf bis zu drei Milliarden Euro beziffert der Automobilclub die Kosten zur Beseitigung der Schäden auf deutschen Straßen. „Die Flicken halten nicht lang.“
Millionen für Sofortmaßnahmen
Auch beim Landesbetrieb Straßen.NRW pumpte man zwei Millionen Euro in Sofortmaßnahmen – „eine abschließende Summe können wir noch nicht beziffern“, sagt Sprecher Bernd A. Löchter. Folgen: Tempolimits auf Autobahnen (teilweise 60), Teilsperrungen, viele Baustellen. In der Nacht zu heute sollten die Schäden auf der B 1 und B 236 im Raum Dortmund behoben werden.
Auch Straßen.NRW wird durch den Frost auf die Probe gestellt: So musste in Wanne-Eickel auf einer Landstraße ein Tempolimit auf 10 km/h eingerichtet werden. Solche Schilder gibt es aber beim Landesbetrieb – zuständig für Autobahnen und Landesstraßen – nicht. Also funktionierte man ein Tempo-100-Schild um. Eine Nulllösung für den Übergang.


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