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| 19 Passagiere der "Costa Concordia" stellten jetzt Strafanzeige gegen den Kapitän. |
Der Kapitän habe die hilflosen Menschen im Stich gelassen und in Todesgefahr gebracht, sagte Reinhardt. Durch das grob fahrlässige Verhalten Schettinos und der Offiziere seien die Opfer erheblich verletzt worden. Eine Frau habe die Havarie mit einem Beckenbruch überlebt. Auch von Prellungen, Schürfungen und traumatischen Störungen ist die Rede. Mehrere „Costa Concordia“-Opfer litten unter Panikattacken und Alpträumen.
Schmerzensgeld gefordert
Der Anwalt aus Marl vertritt die 19 Passagiere aus verschiedenen Bundesländern auch bei deren Forderungen nach Schmerzensgeld und Schadenersatz. Die Strafanzeige, die er am Mittwoch bei der Staatsanwaltschaft Bochum eingereicht hat, diene der Unterstützung der Schadenersatzforderungen. Dadurch könne er Akteneinsicht erhalten, sagte er.
Falls es in Italien zu einem Prozess gegen „Concordia“-Offiziere kommen sollte, könnte der deutsche Anwalt über einen italienischen Kollegen als Nebenkläger auftreten. Die Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Strafanzeige. Sie sei aber noch nicht ausgewertet worden, sagte Sprecher Christian Kuhnert.
Zu der Katastrophe läuft in Italien derzeit ein Beweissicherungsverfahren. Nach dem Unglück wurden bislang 17 Todesopfer geborgen, 15 werden noch vermisst.


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