Serres, der als Sohn einer Bauernfamilie aufwuchs, besuchte die französische Marineakademie und fuhr mehr als zehn Jahre zur See. Die Philosophie führte ihn später nach Paris, São Paulo und als Assistent von Michel Foucault nach Clermont-Ferrand.
«Er ist der große Vermittler zwischen den Wissenschaften und jemand, der in eine Metaperspektive geht und die Puzzleteile wieder zusammenfügt», sagte eine Sprecherin der Düsseldorfer Identity Foundation, die den Preis vergibt. Die Verleihung findet am 3. Mai in Köln statt.
Der nach dem dominikanischen Prediger und Mystiker Meister Eckhart (1260-1328) benannte Preis wird seit 2001 alle zwei Jahre verliehen. Er soll Menschen auszeichnen, die in ihren Arbeiten Fragen zur persönlichen und sozialen Identität aufgreifen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss und der deutsche Philosoph Ernst Tugendhat.


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