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| Ein guter Vortrag hört nicht plötzlich einfach irgendwie auf. Am besten ist es, sich am Ende beim Publikum zu bedanken. (Foto: Tobias Kleinschmidt) |
Wer kennt das nicht von einem Vortrag? Anstatt an den Lippen des Vortragenden zu hängen, störten Zuhörer, spielten mit ihrem Handy oder quatschten mit dem Nachbarn, erklärt Gerriet Danz aus Hamburg. In diesem Fall sollte der Redner zunächst einmal ruhig bleiben und Blickkontakt zum Störer zu suchen. «Meist ist das schon genug, und der Störer hört von alleine auf.»
Hilft das nicht, bewege sich der Vortragende am besten im Raum auf den Störer zu und stelle sich direkt hinter ihn. Denn meist traue sich der andere dann nicht mehr, auf seinem Handy weiter herumzutippen, erläutert Danz. Zum einen bekomme es der Vortragende dann noch unmittelbarer mit. Zum anderen beobachtete dann das ganze Publikum den Störer, denn die Augen des Publikums folgten in der Regel dem Redner.
Vorbereitung entscheidend
In der Regel sei es aber kein gutes Zeichen, wenn Zuhörer während eines Vortrags stören. «Meist ist es doch so: Ist der Vortrag gut, langweilt sich niemand und fängt an, zu stören.» Danz rät daher, einen Vortrag immer so gut wie möglich vorzubereiten. Dazu gehöre etwa, den Vortrag gut zu gliedern und komplexe Sachverhalte so weit herunterzubrechen, dass keine Fragen offenbleiben.
Eine gute Möglichkeit sei auch, die Zuhörer zu Beginn des Vortrags zu bitten, ihre Handys auszuschalten. Das sei geschickt, denn so habe der Redner die größte potenzielle Ablenkungsquelle von Anfang an aus dem Verkehr gezogen, erklärt Danz.
Ende vorher überlegen
Ganz wichtig für eine gelungene Präsentation ist zudem ein vernünftiges Ende. «Ganz schlecht ist es, wenn der Vortrag einfach irgendwie aufhört», sagt der Kommunikationsexperte. Er empfiehlt, sich stattdessen am Ende des Vortrags beim Publikum für seine Aufmerksamkeit zu bedanken. Dann wüssten die Zuhörer zum einen, dass die Präsentation nun zu Ende ist und sie Fragen stellen können. Zum anderen applaudiere das Publikum in der Regel und der Vortragende bekomme so unmittelbar etwas von seinem Publikum zurück.
Viele Redner machten jedoch den Fehler, dass sie sich das Ende nicht überlegen, irgendwie aufhören und das Publikum plötzlich ansprechen: «Gibt es irgendwelche Fragen?» Das sei dann meist völlig überrascht und auf dem falschen Fuß erwischt. Fragen kommen dann selten.
Umgang mit Fragen vorher klären
Am besten wird ohnehin im Vorhinein geklärt, wie mit Fragen der Zuhörer umgegangen werden soll. «Ist der Vortrag gut und klar strukturiert, treten meist erst gar keine Fragen auf», sagt Danz. Entscheidend sei daher zunächst einmal, dass der Redner den Vortrag gut vorbereite.
Werden dennoch während der Präsentation vom Publikum Fragen gestellt, sollte der Redner aufpassen, dass sie nicht zu viele werden und den Vortrag zerfasern. Man könne dann etwa auch die Parole ausgeben: «Alle anderen Fragen nun bitte sammeln und am Ende des Vortrags stellen.»
Gelassenheit bei kritischen Fragen
Viele Redner haben zudem Angst davor, dass kritische Fragen oder Einwände kommen. «Das kann etwa sein, dass jemand aufzeigt und sagt: 'Das, was Sie hier erzählen, ist doch alles Quatsch'», sagt Danz. In so einem Fall sei es das Wichtigste, gelassen zu bleiben. Alles andere wirke unsouverän. So könnten Redner zunächst zurückfragen: «Was genau finden Sie an meinen Ausführungen denn Quatsch?»
Auf keinen Fall sollten Vortragende sich von unsachlicher Kritik provozieren lassen und selbst unsachlich werden. Das führe selten weiter. Vielmehr sei es die Aufgabe des Vortragenden, das Gespräch so zu führen, dass es die sachliche Ebene nie verlasse, erklärt Danz.
Wichtige Präsentationen sollten Mitarbeiter immer im Stehen halten. «Denn im Stehen hat der Redner eine ganz andere Präsenz im Raum als im Sitzen», sagte der Kommunikationscoach Gert Schilling auf der Bildungsmesse Didacta in Hannover (14. bis zum 18. Februar). Viele Vortragende versteckten sich bei ihrer Präsentation jedoch hinter ihrem Laptop. Das mache jedoch keinen guten Eindruck. Denn dem Redner gelinge es so nur schwer, eine Verbindung zum Publikum aufzubauen.
Bei Vorträgen mit Powerpoint rät Schilling außerdem dazu, den Computer mit einer Fernbedienung zu steuern. Sonst müsse der Redner sich ständig zum Laptop herunterbeugen, um eine neue Folie aufzurufen. «In dem Moment verliert er jedoch den Blickkontakt zum Publikum.» Außerdem sei der Redner mit Fernbedienung nicht dazu gezwungen, permanent an einer Stelle zu stehen, die in der Nähe des Laptops ist. Er habe vielmehr die Freiheit, im Raum herumlaufen zu können.







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